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Vogelschutz an Hochspannungsleitung - geplant sind 3000 km | BR24

© David Donocik/BR

Hubschrauber mit Schutztafel für Vogel an Hochspannungsleitungen.

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    Vogelschutz an Hochspannungsleitung - geplant sind 3000 km

    Hochspannungsleitungen sind für Vögel gefährlich. Denn sie erkennen die Leitungen oft nicht und fliegen dagegen. Der Netzbetreiber Bayernwerk hat nahe Ingolstadt zusammen mit Vertretern der Naturschutzbehörde luftige Schutzschilder installiert.

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    Westlich von Ingolstadt hat der Netzbetreiber Bayernwerk heute Vogelschutzmaßnahmen installiert. Gemeinsam mit den Unteren Naturschutzbehörden Ingolstadt und Neuburg schickte Bayernwerk einen Hubschrauber zu Hochspannungsleitungen, die in diesem Bereich die Donau queren. Dabei befestigte ein Monteur in etwa 50 Metern Höhe vom Helikopter aus Schutzschilder aus schwarzen und weißen Streifen an den Leitungen.

    Marker sollen Vögel warnen

    Der Mann installierte in luftiger Höhe pro Leitung mehrere Marker. Dadurch sollen Vögel die Stromleitungen rechtzeitig erkennen und ausweichen können. Die Schilder bestehen aus schwarzen und weißen Streifen und sind als Barriere gut sichtbar. Vier Freileitungen führen durch ein Vogelschutzgebiet und queren westlich von Ingolstadt die Donau. Der Fluss ist für viele Vögel ein wichtiger Ort zum Überwintern.

    © David Donocik,BR

    Markierungen für Stromleitungen, die Vögel warnen sollen

    Wasservögel überwintern an der Donau

    Die Marker sind 50 Zentimeter lang, 30 Zentimeter breit und beweglich. Insgesamt 68 Markierungen befestigte der Monteur an den vier vorgesehenen Leitungen. Sie führen durch ein Vogelschutzgebiet westlich von Ingolstadt. "Es gibt Hinweise, dass überspannte Stauseen und Flüsse attraktiv für Wasservögel und für überwinternde Vögel sind," sagt Bettina Bodenstein, Biologin bei Bayernwerk.

    Alle Stromleitungen an der Donau sollen markiert werden

    Umgesetzt hat Bayernwerk die Arbeiten nach einer Anfrage von Mitgliedern des europäischen Gemeinschaftsprojekts "Danubeparks", einem Netzwerk der Donau-Schutzgebiete. Zusammen mit mehreren Donau-Anreinerstaaten, u.a. Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn, Rumänien will das Netzwerk die Donau als Bio-Korridor sichern. "Dabei sollen entlang der gesamten Donau auf fast 3.000 Kilometern Länge sämtliche donauquerende Stromleitungen gesichert werden," so Thomas Schneider vom Umweltreferat Ingolstadt. Die Behörde ist genauso Gründungsmitglied von Danubeparks wie der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

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