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Vogelgrippe: Keulung von 50.000 Hühnern in Nittenau hat begonnen | BR24

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Bildrechte: BR/Uli Scherr

In Nittenau sind die ersten Hühner in einem Geflügelzuchtbetrieb getötet worden. Insgesamt sollen dort 50.000 Tiere gekeult werden. Zuvor hatte ein Labor bei mehreren Hühnern das Vogelgrippevirus nachgewiesen.

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Vogelgrippe: Keulung von 50.000 Hühnern in Nittenau hat begonnen

In Nittenau sind die ersten Hühner in einem Geflügelzuchtbetrieb getötet worden. Insgesamt sollen dort 50.000 Tiere gekeult werden. Zuvor hatte ein Labor bei mehreren Hühnern das Vogelgrippevirus nachgewiesen.

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  • Uli Scherr
  • BR24 Redaktion

Nach einem Vogelgrippe-Ausbruch haben Fachleute am Freitag in Nittenau im Kreis Schwandorf mit der Keulung von rund 50.000 Hühnern begonnen. Der betroffene Betrieb im Stadtteil Stadl liegt abgeschieden in einem Wald. Feuerwehr und Polizei sperrten das Gelände weiträumig ab.

Keulung dauert offenbar mehrere Tage

Eine Kolonne von Sattelschleppern traf am Vormittag ein. Mit diesen Fahrzeugen sollen wohl die getöteten Tiere abtransportiert werden. Die Keulungsaktion wird voraussichtlich mehrere Tage dauern. Um die Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern, müsse dem Gesetz nach die Hühner tierschutzgerecht getötet, die Kadaver auf unschädliche Weise beseitigt und anschließend die Betriebsstätte gereinigt werden, erläuterte der Sprecher der zuständige Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV). Dafür wurden mehrere Container aufgestellt, die mit 80-prozentigem CO2-Gas geflutet werden. Die Hühner kämen dann in die Container, wo sie von dem Gas zunächst betäubt würden und es dann zu Atemstillstand komme.

Stallpflicht in Risikogebieten

Anfang der Woche waren in dem Zuchtbetrieb mehrere tote Hühner entdeckt worden. Am Mittwoch kam die Bestätigung, dass die Tiere mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert waren. Einen Tag später hatte das Umweltministerium bereits wegen der sich ausbreitenden Geflügelpest bayernweit eine Stallpflicht in Risikogebieten angeordnet, das gilt unter anderem auch für die Landkreise Schwandorf, Deggendorf und Cham. Außerdem ordnete das Landratsam Schwandorf einen Sperrbezirk in einem Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb an und legte zehn Kilometer im Umkreis ein Beobachtungsgebiet fest.

Bislang sind in Bayern etwas mehr als 20 Fälle von Vogelgrippe festgestellt worden. Betroffen waren bislang Wildvögel oder Geflügel aus privaten Beständen. Einen Ausbruch in einem gewerblichen Betrieb gab es bisher nur in Nittenau.

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In Nittenau sind die ersten Hühner in einem Geflügelzuchtbetrieb getötet worden. Insgesamt sollen dort 50.000 Tiere gekeult werden. Zuvor hatte ein Labor bei mehreren Hühnern das Vogelgrippevirus nachgewiesen.

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