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Vögelbestände im Wiesmet erholen sich | BR24

© pa/dpa

Bekassine

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    Vögelbestände im Wiesmet erholen sich

    Den Vögeln im Wiesmet – dem größten süddeutschen Wiesenbrütergebiet in Westmittelfranken – geht es wieder besser. Die geschützten Arten haben sich stabilisiert, heißt es aus dem Umweltministerium. Eine Art ist jedoch ausgestorben.

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    Die geschützten Arten hätten sich seit 1980 stabilisiert, sagte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Beim Großen Brachvogel blieb der Bestand gleich, bei der Uferschnepfe konnte er sich nach Einbrüchen sogar wieder verdoppeln. Auch Bekassine, Wiesenpieper, Rotschenkel und Grauammer treten in den vergangenen Jahren wieder auf, wenn auch auf niedrigem Niveau.

    Keine Braunkehlchen mehr im Wiesmet

    Der Bestand an Kiebitzen und dem Wachtelkönig ist starken Schwankungen unterworfen. Ausgestorben ist im Wiesmet allerdings das Braunkehlchen.

    LBV mahnt zu raschem Handeln

    Umweltministerin Scharf (CSU) kündigte im Umweltausschuss des Landtags an, dass mit regionalen Schutzgebieten und eigenen Gebietsbetreuern versucht werden soll, den Bestand der Wiesenbrüter wieder zu erhöhen. Dies sei längst überfällig, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit. Denn in Bayern seien die Bestände insgesamt in einem alarmierenden Zustand, viele Arten seien akut vom Aussterben bedroht.

    "Wenn wir nicht sofort verstärkte Anstrengungen unternehmen, dann ist die Uferschnepfe bis 2020 in Bayern ausgestorben." Andreas von Lindeiner, LBV-Artenschutzreferent

    Das Wiesenbrütergebiet Wiesmet

    Das Wiesmet erstreckt sich auf rund 1.100 Hektar in den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen in der flachen Talaue der Altmühl.