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Virtuelle Touren über das ehemalige Reichsparteitagsgelände | BR24

© BR/Jonas Miller

Ehemaliges Reichsparteitagsgelände in Nürnberg: Mit Virtual-Reality-Brillen sollen Besucher die Geschichte auf ganz neue Art wahrnehmen können.

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    Virtuelle Touren über das ehemalige Reichsparteitagsgelände

    In Nürnberg hat ein Start-Up-Unternehmen virtuelle Touren über das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg entwickelt. Mit Virtual-Reality-Brillen sollen Besucher ab Herbst das Gelände auf ganz neue Art wahrnehmen können.

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    Die Macher von "Blickwinkel-Tour" wollen mit diesen sogenannten VR-Brillen die historischen Gebäude aus der NS-Zeit virtuell erlebbar machen und dadurch Aufklärungsarbeit über den Nationalsozialismus betreiben. Durch die Brillen werden die Bauwerke am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg in einer interaktiven 360°-Umgebung dargestellt.

    Interaktive Tour mit VR-Brille

    Die Besucher setzen sich dazu ein tragbares "All-in-one-VR-Headset" auf und können so in einer interaktiven 360°-Umgebung dreidimensional auf das Gelände blicken. Auf diese Idee sind die Macher während einer Führung über das ehemalige Reichsparteitagsgelände gekommen.

    "Wir haben bei Rundgängen festgestellt, dass wir mit der Technologie den Rundgängen einen Mehrwert bieten können. Wir wollen nicht glorifizieren und auch die Darstellungen nicht allzu faszinierend gestalten. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf einen gewissen Bildungsauftrag zu verfolgen und historische Inhalte zu vermitteln." Arthur Petto, Macher von 'Blickwinkel-Tour'

    Unterstützt wird das Projekt vom Verein "Geschichte für Alle", der historisch-politische Bildungsarbeit zur NS-Vergangenheit am Dokumentationszentrum in Nürnberg betreibt. Für Vereinsmitarbeiter Pascal Metzger ist die Virtual-Realitiy-Technologie dabei ein Unterstützungsformat, was über die analogen Schautafeln hinausgeht: "Mithilfe der Brillen können wir Geschichte eindringlicher vermitteln", sagte Metzger.

    Keine Sensationseffekte sondern Geschichtsvermittlung

    Man könne mithilfe der Technik nicht nur existierende Gebäude zeigen, sondern auch solche, die es nie gegeben habe: entweder weil die Gebäude nie gebaut wurden oder nach dem Krieg wieder abgerissen wurden. Die Macher der virtuellen Tour seien sich bewusst, dass sie keinen Sensationseffekt erzeugen, erklärte Entwickler Petto. "Wir gehen sachlich vor, sowohl bei der Gestaltung als auch bei der Geschichtsvermittlung", sagte er bei der Vorstellung der virtuellen Geländetour.

    Test mit Schülern im "Josephs"

    Schülerinnen und Schüler haben die virtuelle Führung mit den VR-Brillen bereits im Nürnberger Innovationslabor "Josephs" ausprobiert. Das Innovationslabor stellt die VR-Brillen noch bis zum 14. März in seinen Räumlichkeiten vor. Dort werden Besucher von "Josephs"-Mitarbeitern bei der virtuellen Führung betreut, sagte Ingeborg Steinmetz vom Labor.

    Ab Herbst sollen die VR-Brillen dann regulär bei Besucher-Touren am Dokumentationszentrum in Nürnberg angeboten werden.

    Autor
    • Jonas Miller
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