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Bei den aktuellen Zahlen von Infizierten sieht die Virologin der TU München Ulrike Protzer keinen Bedarf die Auflagen für Feiern zu verschärfen. Wenn die Zahlen im Herbst steigen, müsse man darüber neu nachdenken, sagte Protzer.

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Virologin: "Corona-Regeln für Feiern derzeit nicht verschärfen"

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hält es aktuell nicht für nötig, die Corona-Regeln zu verschärfen. Die Zahl derjenigen, die bei einer Feier zusammenkommen dürfen, müsse nicht reduziert werden. Das könne sich im Herbst allerdings wieder ändern.

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Von
  • Tessa Siebenhüner

Derzeit sei die Ansteckungsgefahr bei einer Feier statistisch gesehen eher gering, erklärte Professor Ulrike Protzer von der Technischen Universität München (Helmholtz-Zentrum) im BR-Interview. Etwas höher sei das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren rein rechnerisch, wenn ein Reiserückkehrer unter den Personen sei. Das legten die Zahlen der positiv getesteten Urlaubsrückkehrer nahe.

In ein Risikogebiet nur mit gutem Grund reisen

Ohnehin sollte man sich gut überlegen, in welche Regionen man fährt, so Protzer. Für eine Reise in ein Risikogebiet müsse man schon einen wirklich guten Grund haben. Bei der Rückkehr sei es unabdingbar, sich zu isolieren, bis man ein negatives Testergebnis habe.

Im Herbst, für den allgemein mit einer steigenden Zahl von Infizierten gerechnet wird, könnte es laut Protzer unter Umständen sinnvoll sein, die erlaubte Personenzahl bei Versammlungen oder Feiern zu verringern.

Wichtig: Maßnahmen gut erklären

Grundsätzlich hält es die Virologin für wichtig, den Menschen zu erklären, warum eine Maßnahme getroffen werde. Dann hätten sie auch mehr Verständnis für die Einschränkungen.

Dabei befürwortet Ulrike Protzer bundesweite Regelungen, bei denen je nach Infektionsgeschehen regional nachgesteuert werden sollte. Der Grenzwert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche sei hierfür ein guter Richtwert.

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