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Der Virologe Prof. Oliver Keppler beschreibt im Studiogespräch mit Ursula Heller den heutigen Start der Impfungen als einen denkwürdigen Tag. Mittlerweile seien weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Impfstoff geimpft worden.

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Virologe Keppler über Impfstart: "Ein denkwürdiger Tag"

Die Impfungen gegen Corona stimmen den Münchner Virologen Keppler zuversichtlich. Im BR Fernsehen sagte er, er sei dankbar, dass durch eine große Anstrengung der Weltgemeinschaft "ein sorgfältig geprüfter Impfstoff" zur Verfügung stehe.

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Von
  • Margit Ehrlich

Der Virologe Oliver T. Keppler von der Ludwig-Maximilians-Universität München hat den heutigen Impfstart gegen das Coronavirus einen "denkwürdigen Tag" genannt. Im Interview mit der Rundschau im BR Fernsehen mahnte Keppler dennoch zur Geduld, denn um die Pandemie einzudämmen, sei ein Impfschutz auf globaler Ebene nötig. Das werde eine Weile dauern. Mittlerweile seien weltweit mehr als zwei Millionen Menschen geimpft worden, fuhr der Virologe fort.

Welche Nebenwirkungen?

Bislang seien an Nebenwirkungen vor allem Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Fieber vermerkt worden. All das sei aber meist nach drei Tagen vorbei. Schwerere Reaktionen habe es bei einer "Handvoll" Menschen gegeben mit vorbestehenden schweren Allergien. Aber auch das habe man gut in den Griff bekommen.

Ob die Impfung nur gegen die Erkrankung schütze oder ob auch die Ansteckungen gemindert würden, könne man noch nicht sagen, so Keppler weiter. Das müssten erst Studien in den nächsten Monaten zeigen.

Das Virus sei wie ein "Igel"

Wie sich die Impfstoffe zu der kürzlich entdeckten neuen Virusvariante verhielten, müsse noch genau geprüft werden, erklärte Keppler. Er sei aber zuversichtlich, dass die aktuellen Impfstoffe auch da helfen.

Das Virus könne man sich vorstellen wie einen Igel. Die neue Variante habe möglicherweise weniger Beine, andere Stacheln und eine andere Farbe. Aber es bleibe ein Igel. Dennoch müsse die Mutation in den nächsten Monaten genau im Blick behalten werden, so der Virologe Oliver Keppler von der LMU München.

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