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Vier Tote bei Unfall mit Geisterfahrer auf A99 bei Hohenbrunn | BR24

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Am Dienstagabend kam es zu einem folgenschweren Geisterfahrerunfall auf der A99. Dabei verloren vier Menschen ihr Leben.

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Vier Tote bei Unfall mit Geisterfahrer auf A99 bei Hohenbrunn

Bei einem Geisterfahrerunfall sind am Dienstag gegen 22 Uhr auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn bei München vier Menschen ums Leben gekommen. Die Fahrzeuge seien offenbar ungebremst und mit starker Wucht aufeinandergeprallt, so die Polizei.

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Ein Falschfahrer-Unfall hat gestern Abend auf der A99 südöstlich von München vier Menschenleben gefordert. Wie die Polizei berichtet, wurde kurz vor 22 Uhr der Einsatzzentrale ein Falschfahrer in Fahrtrichtung Salzburg gemeldet, kurz darauf ein schwerer Unfall in Höhe der Anschlussstelle Hohenbrunn.

Zwei Autos mit jeweils zwei Insassen

Beteiligt waren zwei Autos mit jeweils zwei Insassen, für sie alle kam jede Hilfe zu spät. Zwei der Opfer seien in einem Auto mit Gütersloher Kennzeichen unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Die 34 und 43 Jahre alten Männer fuhren laut Polizei auf der rechten Fahrspur in Richtung Salzburg. In Höhe der Ausfahrt Hohenbrunn (Landkreis München) sei ihnen plötzlich ein anderer Wagen entgegengekommen, der in falscher Richtung fuhr. Neben dem 32-jährigen Fahrer saß darin auch ein 50 Jahre alter Beifahrer. Beide waren Rumänen. Die Fahrzeuge krachten frontal ineinander, alle vier Männer starben.

Autobahn sechs Stunden lang gesperrt

Die Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg war sechs Stunden lang bis 3.45 Uhr in der Nacht gesperrt. Unklar war zunächst, wie lange der Geisterfahrer vor dem Unfall schon in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs gewesen war. Hinweise, dass er Alkohol oder Drogen zu sich genommen hatte, gab es laut Polizei zunächst nicht.

Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften sowie zwei Hubschrauber. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Ersthelfer. Ein Gutachten soll den genauen Hergang klären.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

© Georg Barth

Foto von der Unfallstelle auf der A99 in der Nacht zum 18.11.2020.

Wie verhalte ich mich, wenn ein Falschfahrer entgegenkommt?

© BR/Georg Barth

Ein Geisterfahrerunfall hat gestern Abend auf der A99 südöstlich von München vier Menschenleben gefordert. Polizeisprecher Michael Graf berichtet über den Unfall und erklärt, wie man sich verhalten sollte, wenn einem ein Falschfahrer entgegenkommt.

Die Initiative "Runter vom Gas" empfiehlt in ihrer Broschüre "Geisterfahrer - was tun?" die Funktion "Radio Data System (RDS) im Autoradio zu aktivieren. Diese Funktion unterbricht bei einer aktuellen Verkehrswarnung das laufende Hörfunk-Programm und andere aktivierte Medien.

Geisterfahrermeldung im Radio:

• Tempo drosseln

• Äußerst rechts auf der rechten Fahrspur fahren

• Seitenstreifen muss für den Notfall zum Ausweichen frei bleiben

• Ausreichend Abstand zum Vordermann halten

• Nicht überholen!

• Abblendlicht einschalten

• Möglichst einen Parkplatz anfahren und auf Entwarnung warten

Geisterfahrer in Sichtweite:

• Niemals versuchen, den Geisterfahrer aufzuhalten

• Tempo drosseln

• Warnblicklicht einschalten, Lichthupe betätigen

• So weit wie möglich Abstand vom Geisterfahrer und anderen Fahrzeugen halten

• Ist der Geisterfahrer vorbeigefahren, sicheren Standort suchen und die 110 anrufen. Position,

• Fahrtrichtung, Fahrzeugtyp des Geisterfahrers durchgeben

• Tipp: Notrufsäulen geben automatisch den Standort weiter.

Selbst Geisterfahrer:

• Tempo drosseln

• Warnblicklicht einschalten, Lichthupe betätigen

• Nicht wenden, nicht rückwärtsfahren

• Auf keinen Fall die Fahrbahn kreuzen

• Dicht an den nächstgelegenen Fahrzeugrand fahren

• Mit Warnweste hinter die Leitplanke gehen und Abstand zum Auto halten

• 110 anrufen und auf Hilfe warten

• Das gilt auch, wenn man sich noch in der Autobahnauffahrt befindet.

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