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Bildrechte: Privat / Rainer Stahl

Von Prechtoldsdorf nach Nizza: Diese Strecke möchte der Donauwörther Rainer Stahl laufen, einmal über die Alpen und über 100.000 Höhenmeter. Für jeden gelaufenen Schritt spendet er einen Cent an UNICEF- für sauberes Trinkwasser.

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Laufen extrem: Vier Millionen Schritte für sauberes Wasser

Von Prechtoldsdorf nach Nizza: Diese Strecke möchte der Donauwörther Rainer Stahl laufen. Einmal über die Alpen und über 100.000 Höhenmeter. Für jeden gelaufenen Schritt spendet er einen Cent an UNICEF – für sauberes Trinkwasser.

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Judith ZacherJudith ZacherAnna KleinAnna Klein
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Unterwegs an sauberes Trinkwasser zu gelangen, das ist nicht nur eine entscheidende Frage für Sportlerinnen und Sportler: Über drei Milliarden Menschen weltweit sind von Wasserknappheit betroffen. Dagegen möchte Rainer Stahl aus Donauwörth etwas unternehmen – und sammelt Spendengelder mit einer Alpenüberquerung.

Ein Zeichen der Dankbarkeit

Rainer Stahl ist leidenschaftlicher Sportler, im Ausdauersport hat er seine Disziplin gefunden: Marathon, Leistungsschwimmen, Radrennen und am liebsten Triathlon. Seine Trainingsstrecken sind aktuell bis zu 90 Kilometer lang, denn der 55-Jährige hat einen großen Plan. Am 31. Mai startet er mit seiner Alpenüberquerung – über 2.000 Kilometer zu Fuß, mit über 100.000 Höhenmetern. Was für andere strapaziös klingt, ist für den 55-Jährigen ein besonderer Ausdruck der Dankbarkeit.

Wieder Sport mit ganzheitlichem Trainingskonzept

Vor drei Jahren nämlich erlitt Rainer Stahl einen Zusammenbruch, die Diagnose: Überbelastung. Ob er jemals wieder Sport machen könnte, war lange Zeit unklar. Mit sehr gezielter Hilfe hat es geklappt: Sein Sohn ist Personaltrainer und kannte die richten Expertinnen und Experten aus Orthopädie und Medizin. Rainer Stahl passte seinen Trainingsplan an und stellte seine Ernährung um. Mit einem ganzheitlichen Konzept konnte er schließlich wieder trainieren.

Alpenüberquerung einmal anders

Die Dankbarkeit für den Weg zurück in den Sport hat ihn motiviert: "Weil ich das so super in den Griff bekommen habe, wollte ich unbedingt etwas Verrücktes machen", erklärt der 55-Jährige und meint damit: Laufen für einen guten Zweck.

Eine Alpenüberquerung sollte es werden, aber eben keine gewöhnliche. Anstatt von Norden nach Süden zu laufen, läuft Rainer Stahl von Ost nach West, genauer gesagt von Perchtoldsdorf bei Wien nach Nizza. Damit kommen rund 115.000 Höhenmeter zusammen – das wäre 13 Mal die Höhe des Mount Everest.

Genügend Trinkwasser auf der Strecke

Bei der Reiseplanung hat sich der Sportler viele Gedanken gemacht, wie er sich unterwegs ernähren wird und vor allem, wie er an genügend Trinkwasser kommen kann. In den hiesigen Breitengraden sei das kein Problem, berichtet er: "Daran merkt man auch, wie gut es uns geht. Aber vielen anderen eben nicht." Genau deshalb sammelt Rainer Stahl Geld mit seinem Lauf, das er an Unicef spenden will.

Vier Millionen Schritte für sauberes Trinkwasser

Drei Monate lang wird er unterwegs sein, über vier Millionen Schritte: "Wenn für jeden Schritt ein Cent zusammen kommt, könnten 40.000 Euro zusammenkommen", rechnet Rainer Stahl. Damit können Brunnen und Toiletten gebaut oder Wasserreinigungstabletten angeschafft werden.

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