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Vier Jahre Haft für Bauarbeiter | BR24

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Der Angeklagte vor dem Coburger Landgericht

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    Vier Jahre Haft für Bauarbeiter

    Ein Bauarbeiter hat einem Kollegen mit einer Schaufel einen tödlichen Schlag versetzt. Am Landgericht Coburg wurde er nun zu vier Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.

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    "Ein Mensch ist gestorben, und es wurde Leid über die Familie des Opfers gebracht", sagte der Vorsitzende Richter Christoph Gillot am Mittwoch (25.01.17) im Landgericht Coburg in seiner Urteilsbegründung. Das Gericht gehe aber nicht davon aus, dass der 38 Jahre alte Pflasterer seinen Kontrahenten töten wollte.

    Zum Auftakt des Prozesses hatte der Angeklagte jede Tötungsabsicht bestritten. Als er seinen Kollegen mit einer Schaufel zu Boden geschlagen hatte, sei er schockiert gewesen. Er habe ihn keinesfalls so verletzen wollen, ließ der 38-Jährige seinen Anwalt erklären.

    Streit auf der Baustelle

    Im Juni hatten die zwei auf einer Baustelle gearbeitet – der eine als Pflasterer, das spätere Opfer als Asphaltierer. Dieser warf dem Pflasterer vor, ein Betonmischer sei über seinen frisch aufgebrachten Asphalt gefahren – und schlug ihm die Brille von der Nase. Daraufhin haute dieser mit seiner Spitzschaufel gegen die Stirn seines Kollegen, der mit dem Hinterkopf auf den Boden prallte und später an den Folgen starb.

    Vorwurf des Vorsatzes

    Der Angeklagte erklärte, er habe vor dem Schlag einen weiteren Angriff seines Kontrahenten vermutet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte wusste, dass ein wuchtiger Schlag mit einer Schaufel zu tödlichen Verletzungen führen kann und forderte fünf Jahre Haft. Die Ermittlungsbehörde argumentiert, der 38-Jährige habe vorsätzlich getötet, ohne Mörder zu sein.

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