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Fünf Betrunkene bei Augsburg aus dem Verkehr gezogen | BR24

© dpa/Klaus Ohlenschläger

Symbolbild: Alkoholfahrt

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    Fünf Betrunkene bei Augsburg aus dem Verkehr gezogen

    Jede Menge betrunkene Autofahrer wurden an diesem Wochenende von der Polizei an der Weiterfahrt gehindert. Ein Augsburger hatte knapp zwei, ein Mann aus Buchloe über 1,3 Promille Alkohol im Blut. Beide müssen sich jetzt vor Gericht verantworten.

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    Am frühen Sonntagmorgen hat die Polizei Gersthofen kurz hintereinander drei Autofahrer kontrolliert, die zu viel Alkohol getrunken hatten.

    Sofortiger Führerscheinentzug

    Gegen 3.30 Uhr hielten die Beamten einen 33-Jährigen auf, der beim Alkoholtest und einer anschließenden Blutabnahme einen Wert von 1,34 Promille aufwies. Dem Mann aus Buchloe wurde sofort der Führerschein entzogen. Er wird mit einer Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr rechnen müssen und einer hohen Geldstrafe.

    Auch die anderen beiden Pkw-Lenker im Alter von 19 und 26 Jahren müssen mit Anzeigen und Fahrverboten rechnen. Die Alkoholwerte der beiden jungen Männer lagen zwischen 1,10 und 0,74 Promille. Gesetzlich erlaubt sind nur bis zu 0,5 Promille.

    Verordnung eindeutig

    Als Verkehrsordnungswidrigkeit gilt ein Wert zwischen 0,5 und 1,09 Promille. Bei Ersttätern wird dann eine Geldbuße von 500 Euro fällig und sie müssen mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Eine Autofahrt mit über 1,1 Promille Alkohol im Blut wird als Straftat gewertet. Ein Richter entscheidet dann über die Höhe der Strafe und die Dauer des Führerscheinentzuges. In der Regel aber sind dies neun Monate, so die Polizei.

    Alkohol-Unfälle mit verheerenden Folgen

    Die Folgen einer solchen Trunkenheitsfahrt sind oft verheerend, sagen die Beamten in Gersthofen. In ihrem Bereich kam es in der Vergangenheit wegen Alkohol zu einigen schweren Verkehrsunfällen. In dem heutigen Fall wurden alle drei Fahrzeugführer in der Bahnhofstraße in Gersthofen kontrolliert. Diese gilt als Hauptzufahrtsstraße zu einer großen Diskothek.

    Mit einem Fahrverbot muss auch ein 48-Jähriger rechnen, der bereits Samstagnacht gegen 23.40 Uhr im zehn Kilometer entfernten Langweid von der Polizei Gersthofen angehalten wurde. Sein Alkoholtest ergab einen Wert von 0,68 Promille.

    Selbstanzeige schützt nicht vor Strafe

    Ein 37-jähriger Augsburger meldete sich am Samstagmorgen kurz vor 9 Uhr telefonisch bei der Rettungsleitstelle und gab an, dass er betrunken von Augsburg nach Ulm fahren wollte. Auf seinem Weg über die Autobahn wäre er sich darüber klar geworden, dass er möglicherweise andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnte. Daher verließ er die Autobahn, fuhr zum Pendlerparkplatz bei Günzburg / Deffingen und wählte den Notruf. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von knapp 2 Promille, so dass von den Beamten aus Günzburg eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein des Mannes sichergestellt wurde. Trotz seiner „Selbstanzeige“ erwartet den Augsburger ebenfalls ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren, so die Polizei, über dessen Ausgang die Staatsanwaltschaft nun entscheiden muss.