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Viele Läden in Bayern können ihre Miete nicht mehr zahlen | BR24

© Caroline von Eichhorn / BR
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

Viele Läden können ihre Miete nicht mehr zahlen

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Viele Läden in Bayern können ihre Miete nicht mehr zahlen

Bayerns Vermieter spüren verstärkt die Folgen der Corona-Krise: Immer mehr Geschäfte können ihre Miete nicht mehr zahlen. Auf die Stimmung in Wohnhäusern wirkt sich die Pandemie hingegen unterschiedlich aus.

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Von
  • Caroline von Eichhorn

Bei über 60 Prozent der Wohnungsunternehmen haben Gewerbemieter bereits um Stundung gebeten. Das berichtet der Verband der Wohnungswirtschaft in Bayern (VdW). In ihm sind hauptsächlich Genossenschaften und kommunale Vermieter Mitglied. Auch der Mieterbund Bayern und der Eigentümerverband "Haus und Grund" schätzen die Lage, vor allem der Gewerbemieter, als gravierend ein.

Bislang wurde keinem Mieter gekündigt

Private Wohnungsmieter hingegen melden sich nur vereinzelt bei den Mitgliedern des VdW aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Deshalb hielten sich die finanziellen Folgen für die Wohnungsunternehmer insgesamt noch in Grenzen. Gekündigt wurde laut VdW bislang keinem Mieter.

Im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 wurde Mietern, die coronabedingt ihre fälligen Mieten nicht fristgerecht bezahlen konnten, ein Kündigungsschutz gewährt. Die Regelungen sind zum 1. Juli 2020 ausgelaufen, sie wurden nicht verlängert. Denn es hat sich laut der Bundesregierung gezeigt, dass sich Mieter und Vermieter in sehr vielen Fällen auf privater Basis einigen konnten.

In 25 Prozent der Wohnanlagen ist Stimmung schlechter

Die sozialen Folgen der Pandemie stellen sich in den Mietshäusern der VdW-Mitglieder sehr unterschiedlich dar. In manchen drücken sie offensichtlich mehr auf die Stimmung der Bewohner als in anderen: Knapp ein Fünftel der Wohnungsunternehmer geben an, dass sich das Miteinander in den Wohnanlagen verbessert hat.

Fast ein Viertel meldete dagegen eine verschlechterte Stimmung in ihren Häusern. Verbandsdirektor Hans Maier erklärt sich das teilweise getrübte Klima damit, dass das Potential für Auseinandersetzungen steige, wenn alle Bewohner viel Zeit zuhause verbringen würden. Die Nachfrage nach mehr Platz und "Homeoffice-fähigen Immobilien" ist seit Beginn der Pandemie stark gestiegen.

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