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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Rolf Vennenbernd

In der Region Hof wird möglicherweise bald ein sogenannter Schwammtest bei Kindern eingesetzt. (Symbolbild)

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Viele Corona-Fälle bei Kita-Kindern: Hof prüft Schwammtests

Hof sucht als bundesweiter Corona-Hotspot weiter nach Gründen für die hohe Corona-Inzidenz. Eine neue Statistik offenbart nun einen besonders großen Anteil an Infektionen in Kitas. Sogenannte Schwammtests könnten für mehr Klarheit sorgen.

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Von
  • Annerose Zuber

Folgt auf das Gurgeln bald der Schwamm? Nach dem Pilotprojekt für Hofer Schüler rücken in dem Corona-Hotspot nun die Kindertagesstätten in den Fokus. Wie der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) auf der Website des Landkreises erklärt, seien diese Einrichtungen verstärkt von Corona betroffen. Bär beruft sich dabei auf eine neue Statistik-Auswertung des Hofer Landratsamtes. Demnach seien Kinder in der Altersgruppe zwischen drei und sechs Jahren in der Region Hof momentan die Altersgruppe mit dem höchsten Anteil an Corona-Infektionen.

Hof prüft die Durchführung von Schwammtests in Kitas

Um möglichst frühzeitig Infektionsketten unterbrechen zu können, werde nun die Nutzung von sogenannten Schwammtests geprüft. Dabei wird mit einem kleinen Schwamm direkt von der Zunge eine Speichelprobe entnommen, so der Hofer Landrat. Die Tests sollen nach Herstellerangaben von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden, das Testergebnis liege innerhalb von 10 bis 15 Minuten vor. Ob und wann die Schwammtests in allen Kindertagesstätten in Stadt und Landkreis Hof eingesetzt werden, wird gerade mit den Trägern abgeklärt.

Mehr Corona-Fälle bei Kindern als bei Senioren

Allein in der vergangenen Woche haben 16 der 87 Kitas in Stadt und Landkreis neue Corona-Fällen gemeldet, so Landrat Bär. Laut der Auswertung des Landratsamts waren im Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte April 2,3 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen positiv getestet worden. Das sei der größte Anteil im Vergleich zu anderen Altersgruppen, gefolgt von 1,8 Prozent bei den 20- bis 25-Jährigen. Deutlich niedriger liegt der Anteil mit 0,6 Prozent bei den 65- bis 75-Jährigen.

Gruppen in Kindertagesstätten sollen kleiner werden

Stadt und Landkreis klären deshalb momentan mit den verschiedenen Kita-Trägern, wie kleinere Betreuungsgruppen in den Einrichtungen gebildet werden können. Landrat Bär und Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) hatten angesichts des hohen Infektionsgeschehens zuletzt an die Eltern appelliert, die Notbetreuung tatsächlich nur in Notfällen zu nutzen.

Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) verzeichnet die Stadt Hof seit Tagen das höchste Infektionsgeschehen in ganz Deutschland. Aktuell liegt der 7-Tage-Inzidenzwert in der Stadt bei 560,8. Im Landkreis Hof beträgt er 450,4. (Stand: 13.04.21, 03.09 Uhr)

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