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Münchner Freiwilligen Messe 2019 im Gasteig
© BR/Caroline von Eichhorn
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Münchner Freiwilligen Messe 2019 im Gasteig

Ob für die Umwelt, für Flüchtlinge oder für pflegebedürftige Senioren - ist gibt unzählige Möglichkeiten, wie man sich in München ehrenamtlich engagieren kann. Etwa 80 Aussteller hatten bei Freiwilligen Messe im Kulturzentrum Gasteig am Sonntag ihre Stände aufgebaut. Sie begrüßten potentielle Interessenten, verteilten Flyer und Telefonnummern. Denn Ehrenamtliche werden in München dringend benötigt.

Bayernkaserne braucht Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Andrea Raibold und Gaby Wechtel waren mit ihrem Team für das Lighthouse Welcome Center in der Bayernkaserne auf der Messe. Nach einem halben Tag Akquise sind sie zufrieden. Viele Neugierige tummelten sich an ihrem Stand und ließen ihre Kontaktdaten da. Gaby Bechtel erzählte den Interessierten von ihrer Arbeit in dem kleinen Häuschen am Eingang der Münchner Bayernkaserne. Es ist die erste Station, wenn Flüchtlinge auf dem Gelände ankommen.

"Erstmal offerier' ich denen Tee. Ich red' mit denen. Ich frag' sie, ob sie Fragen haben. Ich frag' die aber auch sehr viel über ihr Leben, wie sie sich fühlen. Manchmal kommt‘s mir vor, dass ich fast mehr frage als die Geflüchteten." Gaby Bechtel, Lighthouse Welcome Center Bayernkaserne

Gaby Bechtel hat lange im Ausland gearbeitet und kann sich daher mit mehreren Sprachen einbringen. Ihre Kollegin Andrea Raibold koordiniert die etwa 40 Freiwilligen im Lighthouse, die für Deutschkurse, Computerkurse, Spieletreffen und vieles mehr zur Verfügung stehen. Raibold erlebt, dass Engagement derzeit allerdings eher abebbt – vor allem im Vergleich zu 2015, als plötzlich viele Menschen bei Flüchtlingsprojekten mitgeholfen hatten.

"Wir brauchen so viele wie nur möglich. Wir haben immer wieder neue Ideen und Projekte, für die wir immer wieder neue Ehrenamtliche brauchen können." Andrea Raibold, Lighthouse Welcome Center Bayernkaserne

Die Konkurrenz auf der Messe war groß

Nicht nur das Team vom Lighthouse Welcome Center in der Münchner Bayernkaserne braucht dringend Verstärkung. Auch Peter Braun vom "Oma Opa Service" des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks München sucht händeringend Leute: Er vermittelt Menschen ab 50 Jahren an Alleinerziehende und Familien mit Kindern zum Babysitten und Spielen.

"Wir haben enorm viele Anfragen. 180 Familien warten im Moment darauf. Ich habe im Moment aber nur zehn Omas und Opas mit Kapazitäten. Deswegen ist es wichtig, dass wir Neue dazu kriegen." Peter Braun, 'Oma Opa Service' in München

Ob das Interesse der vielen Besucher so groß ist, dass sie sich tatsächlich für ein ehrenamtliches Engagement entscheiden, bleibt abzuwarten.

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Gaby Bechtel im Lighthouse Welcome Center in der Münchner Bayernkaserne

Gaby Bechtel im Lighthouse Welcome Center in der Münchner Bayernkaserne

Andrea Raibold: Koordinatorin im Lighthouse Welcome Center in der Münchner Bayernkaserne

Andrea Raibold: Koordinatorin im Lighthouse Welcome Center in der Münchner Bayernkaserne

Das Lighthouse Welcome Center auf dem Gelände der Münchner Bayernkaserne

Das Lighthouse Welcome Center auf dem Gelände der Münchner Bayernkaserne

Peter Braun vom "Oma Opa Service" in München

Peter Braun vom "Oma Opa Service" in München