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© Regionalnachrichten aus Schwaben
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr rechnet die Polizei nicht nur um Ostern mit verstärktem Ausflugsverkehr im Allgäu. Kontrollen sollen wildes Parken, Wildcampen auf Naturschutzflächen und Verkehrsbehinderungen verhindern.

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Viele Ausflügler an Ostern: Polizei verstärkt Präsenz im Allgäu

Staus, volle Parkplätze, wildes Campen: Weil Polizei und Landratsämter mit Ausflugsverkehr und hohem Andrang im Allgäu rechnen, will die Polizei am Osterwochenende verstärkt kontrollieren. Sie reagiert damit auf Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr.

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Von
  • Katharina Reichart
  • Kilian Geiser

Vor einem Jahr machte das Ostallgäu Schlagzeilen mit dem Versuch, wegen der Corona-Pandemie Ausflüge von außerhalb des Landkreises zu untersagen. Eine entsprechende Verfügung wurde damals erlassen, aber auch wieder zurückgezogen, nachdem Innenminister Herrmann erklärte, die Polizei werde das Verbot wegen Zweifeln an der rechtlichen Grundlage nicht durchsetzen.

Verstärkte Polizeikontrollen statt Ausflugsverbot

Ein Ausflugsverbot wegen Corona soll es in diesem Jahr nicht geben. Es ist in der aktuellen bayerischen Infektionsschutzverordnung auch nicht vorgesehen. Wegen der aktuell hohen Inzidenzwerte appellierte die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker zuletzt lediglich in ihrem Landkreis über Ostern von Familienbesuchen und Ausflügen abzusehen. Geplant sind aber verstärkte Kontrollen der Polizei.

Polizei soll Verkehrskollaps und Naturschutzverstöße verhindern

Die Landratsämter und das Polizeipräsidium verweisen auf Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, als an einzelnen Tagen und Wochenenden sehr viel mehr Ausflügler im Allgäu unterwegs waren, als die Infrastruktur verkraften konnte. Die Folge waren etwa Verkehrsbehinderungen, überlastete Parkplätze und wildes Parken und Campieren mit Wohnmobilen auf Naturschutzflächen. Am Pfingstmontag im vergangenen Jahr sprach die Polizei gar von einem "Ausnahmezustand". Ein Sprecher erklärte damals: "Das komplette Allgäu ist voll, übervoll, von Füssen bis Lindau."

Erhöhte Polizei-Präsenz auch nach Ostern geplant

Die Polizeiinspektionen im südlichen Bereich, also in Füssen, Oberstdorf, Immenstadt und Lindau, bekommen ab Gründonnerstag Unterstützung von der Bereitschaftspolizei. Etwa 30 zusätzliche Polizisten werden vorerst über die Ostertage im Einsatz sein. Auch die Verkehrspolizei, die Motorradkontrollgruppen und Ergänzungsbeamte, die unmittelbar dem Präsidium zugeordnet sind, werden unterwegs sein.

Verstärktes Augenmerk will die Polizei auf Parkverstöße - etwa im Zusammenhang mit Rettungswegen - und auf Verstöße gegen Naturschutzbestimmungen legen. Sie konzentriert sich dabei auf beliebte Ausflugsziele wie den Hopfensee, den Schwansee oder den Weißensee und die Wandergebiete rund um den Tegelberg und die Alpspitze. Die verstärkten Kontrollen sollen über die Sommermonate fortgesetzt werden.

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