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März-Arbeitsmarkt zeigt noch nicht Folgen der Corona-Krise | BR24

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Noch zeigen die März-Zahlen des bayerischen Arbeitsmarkts noch nicht die ganzen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

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März-Arbeitsmarkt zeigt noch nicht Folgen der Corona-Krise

Im März beginnt auf dem bayerischen Arbeitsmarkt normalerweise die Frühjahrsbelebung. Die Corona-Krise hat diese aber gestoppt. Kaum ein Unternehmen stellt neue Mitarbeiter ein und die Zahl der Arbeitslosen wird steigen.

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Von
  • Eleonore Birkenstock

Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, hält sich sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten mit blumigen Worten zurück. Nüchtern und sachlich kommentiert er Monat für Monat die Zahlen vom bayerischen Arbeitsmarkt.

"Beispiellose Krise"

Angesichts der möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sagt Holtzwart jetzt aber: "Diese Krise ist beispiellos". Die aktuelle Nachfrage zum Kurzarbeitergeld sei riesig.

"Wir bekommen jeden Tag Hunderte von Anzeigen von Firmen, die Kurzarbeit melden und später auch abrechnen. Wir wissen allerdings noch nicht, wie viele Menschen dahinterstehen. Das werden wir erst sehen, wenn die die Firmen Kurzarbeit abgerechnet haben." Ralf Holtzwart, Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

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Kurzarbeit als Mittel gegen Arbeitslosigkeit

Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung. Wenn Unternehmen oder Betriebe die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter reduzieren, kommt die Bundesagentur für Arbeit für einen Teil des Ausfalls beim Gehalt auf. Das soll bei Wirtschaftsflauten vor großen Entlassungen schützen.

Arbeitslosenzahl im März nicht aussagekräftig

Im März beträgt die Zahl der Arbeitslosen in Bayern 231.100, rund 12.700 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,1 Prozent. Diese Zahlen sagen aber noch gar nichts über die Auswirkungen der Corona-Krise aus. Denn Stichtag der Zählung war der 12. März, kurz vor den Ausgangsbeschränkungen und Schließungen der Betriebe.

Folgen der Corona-Pandemie noch nicht absehbar

Die Folgen wird man erstmals in den Arbeitsmarktdaten im April sehen. Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, geht davon aus, dass viele Branchen von den Auswirkungen betroffen sein werden. "Ganz besonders stark das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Logistikbereich, das verarbeitende Gewerbe, aber auch die Landwirtschaft und Teile des Einzelhandels sind hart getroffen und werden die nächsten Wochen überstehen müssen."

Arbeitsagenturen sind zu

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Bayern sind derzeit ebenfalls geschlossen. Dennoch weist der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen auf das Angebot durch telefonische Beratung oder Online-Anträge hin.

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