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Viel zu schlechte Luft in München – dritthöchster Stickoxid-Wert | BR24

© picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Eine Luftmessstelle in Deutschland

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Viel zu schlechte Luft in München – dritthöchster Stickoxid-Wert

Die Luft in München ist schlechter als es die EU erlaubt. Im vergangenen Jahr wurden dort bundesweit die dritthöchsten Stickoxidwerte gemessen. Schlimmer war es nur noch in Stuttgart und Darmstadt. München gilt damit als "Intensivstadt".

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Im Jahresschnitt lagen die Werte in München bei 66 Mikrogramm pro Kubikmeter, wie eine Auswertung des Umweltbundesamtes (UBA) in Berlin zeigt. Das ist Platz drei hinter Stuttgart (71 Mikrogramm) und Darmstadt (67 Mikrogramm).

München liegt weit über dem EU-Grenzwert

Der EU-Grenzwert für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) liegt bei 40 Mikrogramm im Jahresmittel. Insgesamt war die Luftverschmutzung 2018 laut UBA in 57 deutschen Städten höher als erlaubt.

Damit wurde er in neun Städten weniger überschritten als noch im Jahr zuvor. Im Schnitt lagen die Jahresmittelwerte an verkehrsnahen Messstationen rund 1,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft unter denen des Jahres 2017.

München verfügt über insgesamt fünf staatliche und mittlerweile 40 städtische Messstellen. Alle Messstellen zusammen betrachtet zeigen einen Rückgang der NO2–Werte. Dies zeigen zum einen die Jahresmittelwerte der ergänzenden 20 NO2-Messungen im Auftrag der Landeshauptstadt München für 2018, sowie die kürzlich veröffentlichen Zwischenwerte der inzwischen 40 städtischen NO2-Messungen für das 1. Quartal 2019.

Leicht positiver Trend

Der Trend gehe in die richtige Richtung, aber die bisherigen Maßnahmen für saubere Luft reichten nicht aus, teilte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger mit. Nötig sei eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselautos mit wirksamen Katalysatoren.

Luft in belasteten Städten nicht überall schlecht

Wenn eine Stadt den Grenzwert überschreitet, bedeutet das nicht, dass die Luft überall schlecht ist. Es zählt die Messstation mit dem höchsten Jahresmittelwert.

Verglichen mit den im Jahr 2018 gemessenen Jahresmittelwerten bestätigen die Messungen aus 2019 eine deutlich rückläufige Tendenz der NO2 -Werte. Entscheidend ist letztlich immer der Jahresmittelwert zum Jahresende.

© BR

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