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Viel Schnee in Bayern: Schritttempo und Ausfälle | BR24

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Schneefälle sorgen in Bayern für Behinderungen

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Viel Schnee in Bayern: Schritttempo und Ausfälle

Heftige Schneefälle haben in Bayern zu Behinderungen auf den Straßen und bei der Bahn geführt. Für den Alpenrand und angrenzende Gebiete gilt eine Unwetterwarnung. Vorsicht geboten ist auch in den Alpen - es herrscht Lawinenwarnstufe 4.

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Die ergiebigen Schneefälle vom Abend und in der Nacht haben den Verkehr in Bayern erschwert. Vielerorts sind die Räumdienste dabei, zunächst die größeren Straßen mit dem Schneepflug und Streugerät besser befahrbar zu machen, aber es geht teilweise nur im Schritttempo voran. Laut Polizei hat es bereits mehrere Unfälle gegeben, zum Beispiel am Mittleren Ring in München zwischen Candidtunnel und Brudermühlbrücke. Auf der B388 Neuhaus am Inn - Vilsbiburg gibt es Behinderungen in beiden Richtungen.

Beeinträchtigungen bei der Bahn

Weil sich eine Weiche nicht bewegen ließ, sind zwischen Mühldorf und Freilassing heute früh drei Züge gestrichen worden. Laut einem Bahnsprecher sind Techniker dabei, die Strecke der Südostbayernbahn wieder befahrbar zu machen. Ab 9 Uhr soll der Verkehr wieder normal laufen. Die Bahn warnt bereits seit Tagen, dass wegen des Wintereinbruchs in weiten Teilen Bayerns mit Behinderungen und Ausfällen zu rechnen sei. Reisende sollen sich vor Fahrtantritt informieren und mehr Zeit einkalkulieren.

Am Münchner Flughafen sind gestern schon 48 Flüge wegen des Winterwetters gestrichen worden. Heute heißt es auf der Website des Flughafens: "Aufgrund der aktuellen Wetterlage kann es zu Verspätungen und Flugausfällen kommen." Am besten informieren sich Fluggäste direkt bei Ihrer Fluglinie, ob sie wie geplant starten können. Der Haus- und Grundbesitzer-Verein erinnert an die Räum- und Streupflicht. Überall dort, wo das nicht die Gemeinde erledigt, sind Eigentümer oder ihre Mieter verantwortlich, dass sie Gehbahnen freimachen.

Große Lawinengefahr in den Bergen

Vorsicht heißt es auch in den Alpen - es herrscht verbreitet große Lawinengefahr. Laut Lawinenwarndienst Bayern herrscht die zweithöchste Gefahrenstufe 4. Das Hauptproblem stelle die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke dar. Aus neuschneereichen und triebschneebeladenen Einzugsgebieten ist demnach mit der Selbstauslösung großer Lockerschnee- und Schneebrettlawinen zu rechnen, die große Reichweiten erzielen. Auch hangnahe Verkehrs- und Wanderwege können betroffen sein.

Bergwacht warnt vor Touren in unsicheren Gebieten

Die Bergwacht und der Deutsche Alpenverein warnten vor Ski- oder Wandertouren in unsicheren Gebieten. Die Einsatzkräfte der Bergwacht sind nach eigenen Angaben in Alarmbereitschaft, rechnen aber nicht mit mehr Rettungseinsätzen. "Wenn die Lawinengefahr bei vier oder fünf auf der Skala liegt, sind wesentlich weniger Leute unterwegs", sagte David Pichler von der Bergwacht Chiemgau.

Viel Neuschnee erwartet

Bis Montag könnte es auch in tieferen Lagen des Freistaates insgesamt 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee geben. In einigen Staulagen ist sogar mit bis zu 80, in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen sogar mit bis zu 100 Zentimeter zu rechnen. Mit den angekündigten Schneefällen wird sich die Lawinensituation weiter verschärfen.