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Die neue Technische Universität Nürnberg soll eine Vorzeige-Uni werden. Viel Grün und kurze Wege: So soll das Campus-Gelände der TUN aussehen.

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    Viel Grün und kurze Wege: TU Nürnberg nimmt Gestalt an

    Die neue Technische Universität Nürnberg soll eine Vorzeige-Uni werden. Nun steht fest, wie das Campus-Gelände aussehen wird. Rund um eine grüne Mitte soll ein lebendiger Campus entstehen.

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    Von
    • Tina Wenzel

    Eine Kommission aus Vertretern des Freistaats, der Stadt Nürnberg und der neuen Technischen Universität Nürnberg (TUN) hat am Freitag (30.04.21) einen Siegerentwurf fürs neue Campus-Gelände gekürt. Der Entwurf sieht vor, dass sich die Uni-Gebäude rund um eine grüne Mitte ansiedeln. Um Spitzenforschung zu ermöglichen, müsse das Umfeld und die Atmosphäre passen, sagte Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU). Außerdem füge sich der Entwurf gut in die angrenzenden Wohngebiete ein. Ein lebendiger und offener Campus werde so entstehen.

    Campus der kurzen Wege

    Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) betonte, mit der TUN eröffne sich die einmalige Möglichkeit, Universität von Grund auf neu zu denken. Der Entwurf überzeuge mit seinen kurzen Wegen. Auf dem Gelände sollen in Zukunft unterschiedliche Disziplinen eng miteinander vernetzt arbeiten. Durch den modularen Aufbau könne die Uni zudem Schritt für Schritt entwickelt werden, fügte der Gründungspräsident der Uni, Jürgen Prömel, hinzu.

    TUN als große Chance

    Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) betonte, dass die TUN eine Jahrhundertchance für die Metropolregion Nürnberg sei. Die Uni werde nach der Corona-Pandemie ein Impulsgeber für die universitäre Landschaft in der Region aber auch für die Stadt und die Wirtschaft sein. Eine Baugenehmigung will die Stadt so schnell wie möglich erteilen, so König.

    Campus entsteht im Süden Nürnbergs

    Vier Planungsteams aus ganz Europa hatten monatelang an Entwürfen gearbeitet. Das Team um Ferdinand Heide Architekten / Topos konnte am Ende überzeugen. Die Kommission wählte den Entwurf einstimmig. Die TUN wird auf einer Fläche von rund 37 Hektar auf dem ehemaligen Areal des Südbahnhofs gebaut. Der Freistaat erwarb das Gelände 2018. Der Kaufpreis von 90 Millionen Euro sorgt bis heute für Kritik.

    Spitzenforschung aus Nürnberg

    Mit der TUN wird zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren eine neue staatliche Universität in Bayern gegründet. Der Freistaat investiert rund 1,2 Milliarden Euro. Die Uni soll 2025 fertiggestellt sein. Bis zu 6.000 Studierende werden dann von bis zu 240 Professorinnen und Professoren betreut. Das Studium soll Größtenteils auf Englisch ablaufen – die Uni will sich international einen Namen machen. Zudem sind auch völlig neue Studiengänge geplant, wie Quantum Engineering, Biological Engineering, Computer Science and Engineering und Humanities and Social Sciences.

    Zum Jahresende beginnt der Betrieb an der TUN erst einmal online. Lehrveranstaltungen und Vorlesungen sind aber noch nicht geplant – die Uni startet mit Informationsclips und Wissenschaftsgesprächen, mit denen sich die neugegründete TUN vorstellen will.

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