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Viel Arbeit für die Polizei trotz Ausgangsbeschränkungen | BR24

© dpa

Menschenleere Fußgängerzone in Kempten

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    Viel Arbeit für die Polizei trotz Ausgangsbeschränkungen

    Bis Mitternacht war es "der normale Wahnsinn", dann kehrte Ruhe ein, heißt es von der Polizei für den größten Teils Schwabens. Nur in Augsburg waren bis etwa 3 Uhr nachts einzelne Personengruppen unterwegs. Trotzdem hatte die Polizei viel zu tun.

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    Möglicherweise habe auch das regnerische Wetter seinen Teil dazu beigetragen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West dem BR. Im Einsatzgebiet des Präsidiums vom Allgäu bis nach Neu-Ulm hätten die Menschen sich weitgehend an die seit Mitternacht gültigen Ausgangsbeschränkungen wegen des Corona-Virus gehalten: Es habe anscheinend jetzt auch den Letzten erreicht, "dass das gar nicht so lustig ist".

    Bis 3 Uhr nachts Personengruppen in Augsburg

    Bars und Restaurants hatten ja ohnehin geschlossen. Etwas länger ging es trotzdem in Augsburg – auch wenn es hier ebenfalls im Großen und Ganzen ruhig blieb: Bis 3 Uhr nachts hätten die Streifen noch vereinzelt Personengruppen beobachtet, zum Teil auch schon auf dem Heimweg, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord.

    Diese Personengruppen seien angewiesen worden, sich an die angeordneten Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten. Dazu zählt auch, nicht in Gruppen nach draußen zu gehen, außer mit Familienmitgliedern. Nach drei Uhr aber "war dann Ruhe", so der Sprecher weiter.

    Vergleichsweise wenige Delikte in Polizeiberichten

    Auch die Polizeiberichte der einzelnen Inspektionen in Schwaben enthalten nur vergleichsweise wenige Meldungen. Vor allem sind dies Verkehrsunfälle und einige Sachbeschädigungs-Delikte. Offenbar haben deutlich weniger Menschen als sonst ihre Wohnungen verlassen.

    Zahlreiche Anfragen und Hinweise aus der Bevölkerung

    Trotzdem aber habe die Polizei in der vergangenen Nacht jede Menge zu tun gehabt – mit Anfragen aus der Bevölkerung. Es gab eine "sehr hohe Anzahl an Nachfragen zur Ausgangsbeschränkung und zur Allgemeinverfügung: Was darf ich? Wo darf ich noch hin?", sagte der Leiter der zentralen Koordinierungsgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, Sven-Oliver Klinke, dem BR.

    Außerdem habe es zahlreiche Mitteilungen hinsichtlich Verstößen gegen die Allgemeinverfügung gegeben. Die Streifenbeamten auf der Straße seien von Einsatz zu Einsatz geeilt, um diese Mitteilungen zu überprüfen. All das habe sehr viele Personalressourcen gebunden. Die Polizei werde die Einhaltung der Allgemeinverfügung weiter streng überwachen und Verstöße konsequent verfolgen, so Klinke weiter.

    Bürger sollen Notrufnummer 110 freihalten

    Die Polizei bittet die Menschen dringend, für Nachfragen zu möglichen Verstößen nicht die Notrufnummer 110 zu wählen, diese müsse für wirkliche Notfälle frei bleiben. Stattdessen solle man die Hotlines und Online-Informationen der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden nutzen.

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