Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Nürnberg: 365-Euro-Ticket für Jugendliche | BR24

© BR

Für einen Euro pro Tag durch den gesamten Großraum Nürnberg mit Bus und Bahn fahren. Das können Jugendliche ab Sommer 2020 dank der neuen ÖPNV-Flatrate. Allerdings gehen alle anderen leer aus.

3
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nürnberg: 365-Euro-Ticket für Jugendliche

Für einen Euro pro Tag durch den gesamten Großraum Nürnberg mit Bus und Bahn fahren. Das können Jugendliche ab Sommer 2020 dank der neuen ÖPNV-Flatrate. Allerdings gehen alle anderen leer aus.

3
Per Mail sharen
Teilen

Das 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende wird im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) ab August 2020 eingeführt. Damit ist der VGN der erste Verbund in Bayern, in dem es ein derartiges Ticket geben wird, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Vorstellung des neuen Tickets.

360.000 Jugendliche profitieren

Von den Vergünstigungen profitieren rund 360.000 Jugendliche. Sie können für einen Euro am Tag alle Busse und Bahnen auf allen 778 Linien im gesamten Verbundgebiet nutzen. Derzeit bezahlten Auszubildende laut dem Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) im Schnitt um die 50 Euro pro Monat für ein VGN-Ticket.

Alternative zum Auto schmackhaft machen

Die Kosten für das neue 365-Euro-Ticket liegen bei 43,6 Millionen Euro im Jahr. Der Freistaat übernimmt davon 30 Millionen Euro, sagte Söder. Den Rest tragen die Städte, Gemeinden und Landkreise. Ziel der ÖPNV-Flatrate sei es, Jugendlichen Busse und Bahnen als Mobilitätsalternative zum eigenen Auto schmackhaft zu machen, sagte Maly.

Kein 365-Euro-Ticket für alle

Ein 365-Euro-Ticket für alle werde es aus heutiger Sicht jedoch nicht geben. Dafür seien die Kosten zu hoch, so Maly. Das sei nur möglich, wenn der Bund künftig massive Fördermittel bereitstelle. Außerdem fördert der Freistaat neue Angebote im VGN mit weiteren 12,8 Millionen Euro. Damit sollen künftig neue Linien und bessere Takte angeboten werden.

Landkreis Fürth in der Region Spitze bei ÖPNV-Nutzung

Das habe positive Auswirkungen auf die Nutzung, sagte Fürths Landrat Matthias Dießl (CSU). Im Landkreis Fürth wurde die Zahl der Tarifzonen von 20 auf fünf reduziert und es wurden zusätzliche Linien eingeführt. Das Resultat war, dass die Zahl der Fahrgäste auf einigen Linien um bis zu 20 Prozent stieg. Der Landkreis Fürth sei inzwischen der Landkreis mit den meisten Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel im VGN-Gebiet, so Dießl.

Keine Tariferhöhung der VGN in diesem Jahr

Mit den Fördergeldern sollen zudem elektronische Tarife entwickelt werden, die es einfacher machten, öffentlich unterwegs zu sein. Weil der Freistaat den VGN in dieser Weise fördert, sei es möglich, dass die eigentlich geplante Tariferhöhung in diesem Jahr ausgesetzt wird, sagte Söder.