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VGN-Bilanz 2019: Weniger Schüler, mehr Studenten | BR24

© VGN/Harald Sippel

VGN-Regionalbus

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    VGN-Bilanz 2019: Weniger Schüler, mehr Studenten

    Licht und Schatten in der Bilanz des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg 2019: Während mehr Semester- und Firmentickets verkauft wurden, ging die Zahl der beförderten Schüler deutlich zurück. Insgesamt blieben die Fahrgastzahlen aber konstant.

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    Im Geschäftsjahr 2019 sind die Fahrgastzahlen des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) mit 248 Millionen Fahrgästen praktisch konstant geblieben (+0,2 Prozent). Wie der VGN mitteilt, verzeichnete das Unternehmen allerdings einen wiederholten Rückgang im Regionalverkehr (-2,8 Prozent). Besonders stark sei dabei ins Gewicht gefallen, dass weniger Schüler mit dem VGN fuhren. So fehlten gegenüber 2018 mehr als eine Million Fahrten mit Schülermonatsmarken. Davon sei sowohl der ländliche Raum als auch die Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen betroffen gewesen.

    Abos besonders beliebt

    Dagegen waren Semestertickets (+1,8 Prozent) beliebter. Zuwächse gab es laut VGN auch bei Einzel- und Mehrfahrtenkarten sowie bei den Tages Tickets und Zeitkarten. Den stärksten Anstieg verzeichneten 2019 die Firmenabos (+9,8 Prozent) und das 9-Uhr-Jahres-Abo (+8,7 Prozent), das seit Jahresbeginn 2020 nicht nur in Nürnberg und Fürth, sondern auch in Erlangen erhältlich ist. Ab 1. August soll es dieses zusätzlich vergünstigte Abo im gesamten VGN-Gebiet und für alle Tarifstufen geben.

    Online-Verkauf boomt

    Auch die Zahl der Fahrten im Stadtverkehr von Nürnberg und Fürth (Preisstufe A) erhöhten sich um 2,5 Prozent. Dabei habe sich die Neuordnung der Tarifzonen im Landkreis Fürth mit der Erweiterung um Oberasbach und Zirndorf in die Stufe A positiv ausgewirkt. Nahezu verdoppelt habe sich der Absatz beim Online-Ticketverkauf, bei dem die VGN einen Rabatt gewährt, heißt es weiter.

    "Generell zeigen die Veränderungen in unserer Verkaufsstatistik, dass die Fahrgäste ihre Ticketwahl verstärkt nach ihren individuellen Mobilitätsbedürfnissen ausgerichtet und optimiert haben." Jürgen Haasler, Geschäftsführer VGN

    Welche Folgen die Corona-Krise auf den öffentlichen Nahverkehr hat, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen. "Sicher ist, dass auch die Verkehrsunternehmen finanzielle Hilfen benötigen werden", so Haasler. Der VGN habe dazu verschiedene Szenarien entworfen, in denen bis Jahresende mit Einnahmen-Ausfällen zwischen 65 Millionen Euro und einem dreistelligen Millionenbetrag gerechnet wird, heißt es in der Mitteilung weiter. Allerdings fehlten derzeit noch die Daten, um wirklich belastbare Prognosen zu erstellen.