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Schon seit mehreren Jahren wird in Würzburg über einen Umbau des Stadions am Dallenberg diskutiert.

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    Verzwickte Probleme rund ums Kickers-Stadion

    Um in der 2. Bundesliga zu spielen, brauchen die Würzburger Kickers ein größeres Stadion. Wie das umgesetzt werden soll, ist weiter ungewiss. Eine Steuerungsgruppe will nun dazu beraten und muss verzwickte Probleme lösen.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Seit Ende September steht fest: Die Planungen für ein größeres Stadion der Würzburger Kickers am Dallenberg bleiben trotz Grundwasser-Gutachten weiterhin ungewiss. Mittlerweile hat sich Sportbürgermeisterin Judith Jörg (CSU), die das Gutachten in Auftrag gegeben hatte, mit der Würzburger Trinkwasserversorgung, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Umweltamt zu Beratungen getroffen: "Wir haben die Situation nochmal aus fachlicher Perspektive betrachtet. Und so viel kann ich sagen: Es lief soweit ganz gut."

    Zu wenig Abstand zum Grundwasser bei "Tieferlegung"

    Am Montagnachmittag kommt nun die von Jörg ins Leben gerufene Steuerungsgruppe, die sich mit den Planungen zum Umbau des Stadions am Dallenberg befasst, erneut zur Beratung zusammen. Das Gutachten wurde von Jörg in Auftrag gegeben, um zu ermitteln, ob das geplante Gelände für ein größeres Stadion in Frage kommt. Dazu müsste das Stadion parallel zur B19 um 90 Grad gedreht werden.

    Das Stadion einfach etwas in den Untergrund einzulassen ist nämlich nicht möglich, weil das gesamte Gelände in der Wasserschutzzone der Trinkwassergewinnung Mergentheimer Straße liegt. Bei einer "Tieferlegung" wäre nicht genügend Abstand zum Grundwasser vorhanden, fanden Gutachter eines Würzburger Ingenieursbüros heraus.

    Problematischer Standort am Dallenberg

    Im Juli hatte sich Jörg klar für den 1967 eröffneten Standort am Dallenberg ausgesprochen. Auch die Stadt und der Verein wollen diesen ungern verlassen. "Alle Fraktionen favorisieren diesen Standort. Unter anderem, weil Logistik und Infrastruktur schon vorhanden sind", sagte Jörg. Natürlich sei der Standort am Dallenberg nicht unproblematisch: Neben der Herausforderung mit dem Grundwasser, laufen bereits seit 2015 Klagen wegen Lärmbelästigung vor dem Verwaltungsgericht Würzburg, mit denen sich mittlerweile sogar in einem Berufungsverfahren der Bayerische Verwaltungsgerichtshof beschäftigt.

    Stadion entspricht nicht Vorgaben für 2. Liga

    Schon seit 2018 steht in Würzburg die Frage im Raum: Neubau oder Umbau? Für Daniel Sauer, Vorstandsvorsitzender der Würzburger Kickers, ist die Stadionfrage extrem wichtig für den Erfolg des Vereins: "Wir wollen wettbewerbsfähig sein gegenüber den anderen Zweitliga-Vereinen. Da gibt es viele Vereine, die mit ihren gewohnten Stadion-Infrastrukturen Vorteile gegenüber uns haben. Die wollen wir nach und nach minimieren."

    Seit dem Aufstieg der Kickers in die 2. Bundesliga drängt die Stadionfrage immer mehr, denn laut DFL-Regelwerk entspricht die Flyeralarm-Arena nicht den Vorgaben für die 2. Liga. Nur mit einer Sondergenehmigung dürfen die Kickers derzeit ihre Bundesliga-Spiele am Dallenberg austragen.

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