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Tierärztin bleibt auf Behandlungskosten für Katze sitzen | BR24

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Grundsätzlich ist man verpflichtet, verletzten Tieren zu helfen. Doch bringt man sie zum Tierarzt, kann es passieren, dass der Finder auf den Kosten sitzenbleibt. In diesem Fall geht es um eine Katze und Behandlungskosten in Höhe von ca. 500 Euro.

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Tierärztin bleibt auf Behandlungskosten für Katze sitzen

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat heute die Klage einer Tierärztin aus Ebern (Lkr. Haßberge) abgewiesen. Es ging um die Übernahme von Behandlungskosten für eine gefundene Katze.

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Für die Behandlungskosten einer gefundenen Katze muss eine Tierärztin nach Meinung eines Gerichts selbst aufkommen, sofern sie sich nicht unverzüglich bei der zuständigen Gemeinde meldet. Das entschied das Verwaltungsgericht Würzburg am Montag und lehnte eine entsprechende Klage einer Tierärztin gegen die Verwaltungsgemeinschaft Ebern im unterfränkischen Landkreis ab.

Im März 2018 hatte die Tierärztin eine gefundene und zu ihr gebrachte Katze behandelt. Ohne Chip konnte sie keinen Besitzer ermitteln. Da das zuständige Tierheim zu dieser Zeit geschlossen war, übergab sie die Katze nach vier Tagen Behandlung der Tierschutzinitiative im Landkreis Haßberge. Dort wurde sie aufgrund der schweren Verletzungen später eingeschläfert. Für die  Versorgungskosten sowie zusätzliche Mahngebühren forderte die Tierärztin von der Verwaltungsgemeinschaft Ebern knapp 550 Euro. 

Streit um Behandlungskosten

Das Würzburger Verwaltungsgericht wies die Forderung zurück. Die Verwaltungsgemeinde könne nur Verantwortung übernehmen, wenn das Tier dort abgegeben werde oder die Tierärztin am nächsten Werktag - und nicht vier Tage später – den Fund melde. Ausschlaggebend war laut Gericht zudem, dass die Katze nicht operiert, sondern nur "schmerzfrei gestillt" und "am Leben erhalten" worden war. Die Tierärztin hatte die Katze lediglich mit Infusionen versorgt.

© Norbert Steiche/BR-Mainfranken

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat heute die Klage einer Tierärztin aus Ebern (Lkr. Haßberge) abgewiesen. Es ging um die Übernahme von Behandlungskosten für eine gefundene Katze.