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Verursachen gadoliniumhaltige Kontrastmittel Gesundheitsschäden? | BR24

© BR / Barbara Leinfelder

Verursacht der Einsatz von Kontrastmittel bei einer MRT-Untersuchung gesundheitliche Schäden? Viele Patienten berichten, dass sie zum Teil unter schweren Beeinträchtigungen leiden. Heute will sich in Augsburg erstmals eine Selbsthilfegruppe treffen.

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Verursachen gadoliniumhaltige Kontrastmittel Gesundheitsschäden?

Verursacht der Einsatz von Kontrastmittel bei einer MRT-Untersuchung gesundheitliche Schäden? Viele Patienten berichten, dass sie zum Teil unter schweren Beeinträchtigungen leiden. In Augsburg gibt es jetzt eine Selbsthilfegruppe.

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Nierenprobleme, neurologische Störungen oder schwere Hautveränderungen. Von solchen gesundheitlichen Schäden berichten immer wieder Patienten. Vorausgegangen war bei ihnen eine MRT-Untersuchung. Für diese wurde den Patienten ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel gespritzt.

Bestimmte gadoliniumhaltige Kontrastmittel verboten

Gadolinium ist ein Schwermetall, das den Ärzten bei Magnetresonanzaufnahmen hilft, Auffälligkeiten besser zu erkennen. Der Stoff gilt in der Regel als unbedenklich. Professor Henrik Michaely, Radiologe aus Karlsruhe, weiß aber, dass das Kontrastmittel umstritten ist. Mittlerweile dürfen bestimmte gadoliniumhaltige Kontrastmittel nicht mehr eingesetzt werden. Die zugelassenen Mittel aber gelten bislang als sicher, sagt Michaely.

Plötzliche Schmerzen im ganzen Körper

Doch es gebe Menschen, die das Mittel im Körper speichern, statt es wieder auszuscheiden, sagt Margit Hummel aus Friedberg. "Das merken Sie daran, dass Ihnen ständig was anderes plötzlich weh tut. Da fährt es Ihnen plötzlich in den Ellenbogen rein, oder der Zeh oder Finger tut weh, oder Sie bekommen einen irrsinnigen Kopfschmerz", berichtet die Schneidermeisterin.

Neurologische Störungen nach MRT-Untersuchung

Margit Hummel hat einen langen Leidensweg hinter sich. Bei ihr fing alles mit einer MRT-Untersuchung an, bei der das gadoliniumhaltige Kontrastmittel eingesetzt wurde: "Ich bin zusammen gefallen, mir ging es immer schlechter, keiner hat gewusst wieso und warum." Später hatte Hummel besonders neurologische Störungen. Sie stürzte, wurde bewusstlos. Lange wusste Hummel nicht, woher das alles kommt.

Gadolinium- Selbsthilfe trifft sich erstmals in Augsburg

Ihre neue Hausärztin aber kommt dahinter und startet die richtige Therapie: eine Schwermetallausleitung. Seither geht es Hummel deutlich besser. Aufgrund ihrer Erfahrungen will Hummel jetzt andere Patienten unterstützen und zwar mit einer Selbsthilfegruppe. Damit mögliche Betroffene sich dort austauschen können, stellte das Augsburger Gesundheitsamt der neuen Gadolinium- Selbsthilfe den Gruppenraum in der Karmelitenstraße zur Verfügung.