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Alles zur Maskenpflicht

Vertreiber von Mund- und Atemschutzmasken erwartet Nachschub | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Mundschutz, Atemschutz, Overalls sind in Zeiten der Corona-Pandemie Mangelware. Wie schlimm ist die Situation? Wann kommt Nachschub? Wir haben bei einem Unternehmen nachgefragt, das Schutzkleidung für den medizinischen Bereich vertreibt.

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Vertreiber von Mund- und Atemschutzmasken erwartet Nachschub

Die Uniklinik Augsburg meldete wegen Corona extreme Preisanstiege bei Atemschutzmasken. Ein großer Vertreiber von Atemschutz und Mundschutz aus Buchloe befürchtete leere Lager und katastrophale Auswirkungen. Jetzt scheint sich die Lage zu entspannen.

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Im Lager der Firma Franz Mensch in Buchloe wird wegen Corona zurzeit im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet, um Krankenhäuser und Ärzte mit Schutzkleidung zu versorgen. Millionenfach haben sie hier in den vergangenen Wochen Mundschutz- und Atemschutzmasken ausgeliefert, sagt Geschäftsführer Achim Theiler. An manchen Tagen ganze Monatsbestände: "Wir haben 300 Kliniken gehabt, die fast vor dem Leerstand gewesen sind und wir haben fast die gesamte Ware ausgeliefert", sagt Theiler.

Nachschub von Mundschutz aus China wegen Corona unterbrochen

90 Prozent der Welt-Produktion von Mundschutz stammt aus China. Wegen der Corona-Krise hatte die chinesische Regierung einen Exportstopp verhängt. Auch für Franz Mensch gab es keinen Nachschub mehr. Vergangene Woche warnte Geschäftsführer Theiler deshalb vor einem extremen Notstand durch das Coronavirus.

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Jetzt große Lieferung mit einer Million Atemschutzmasken erwartet

Mittlerweile ist der Exportstopp aufgehoben. Die Franz Mensch GmbH konnte nachbestellen und erwartet neue Ware: "Wir bekommen nächste Woche 22 Millionen Mundschutz- und eine Million Atemschutzmasken. Ich hoffe, dass wir das dann auch schnellstmöglich an die Krankenhäuser verteilen können", sagt Geschäftsführer Theiler.

Theiler nennt Schweiz als Vorbild

Einen Appell richtet Theiler an die Politik. Er plädiert für zentrale Lager und eine zentrale Verteilung von Schutzkleidung. Die Schweiz habe nach der Schweinegrippe 15 Millionen Stück Mundschutz bei seinem Unternehmen bestellt und diese eingelagert. "Die haben sich vorbereitet. Bei uns sieht es nicht so aus", beklagt Theiler.

Home-Office, Mundschutz und Desinfektion sollen Betrieb sicherstellen

Bei Franz Mensch arbeiten wegen Corona inzwischen die meisten der 130 Mitarbeiter von zu Hause aus. Die restlichen tragen selbst im Büro und im Lager Mundschutz, Desinfektion ist Pflicht. Den Nachschub für Ärzte, Krankenhäuser, Rettungsdienste und Altenheime will das Buchloer Unternehmen damit sicherstellen.