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Ein Angeklagter der so genannten "Froschbande" im Münchner Landgericht
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BR24 Redaktion
Birgit Grundner
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Ein Angeklagter der so genannten "Froschbande" im Münchner Landgericht

Im Prozess gegen die "Froschbande" haben am Münchner Landgericht alle Verteidiger der acht Angeklagten zeitlich begrenzte Haftstrafen gefordert. Die Anwälte der mutmaßlichen Haupttäter plädierten auf schweren Raub mit Todesfolge, einer davon zusätzlich auf Tötung durch Unterlassen. "Er war zu feige, den Rettungswagen zu rufen", so der Jurist über seinen Mandanten. Die Verteidiger der beiden Fahrer forderten wiederum eine Verurteilung wegen Beihilfe zum schweren Raub.

Angeklagten sollen Rentner überfallen und misshandelt haben

Laut Anklage hatten die aus Rumänien stammenden und teils miteinander verwandten Männer im September 2015 ein Rentnerehepaar in seinem Haus in Seefeld im Landkreis Starnberg überfallen und ausgeraubt. Der Mann starb, die Frau wurde nach Tagen schwer verletzt gefunden.

Die Staatsanwältin hatte für alle acht Angeklagten – also auch für die beiden Fahrer – eine Verurteilung wegen Mordes und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt. Ein Antrag auf Haftentlassung nach 15 Jahren wäre dann nicht möglich.

"Froschbande" – klein, gebückt und nachts aktiv

Die Angeklagten wurden in Österreich bereits zu langen Haftstrafen verurteilt, weil sie nach Überzeugung eines Wiener Gericht ebenfalls alte und kranke Menschen überfallen und misshandelt hatten. Wegen ihrer nächtlichen Überfälle und ihrer Körperhaltung wurde die Gruppe als "Froschbande" bekannt.

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BAYERN 1 am Nachmittag vom 10.12.2018 - 14:30 Uhr