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Verteidiger legt Revision im Fall Maria Baumer ein | BR24

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Der Pflichtverteidiger des verurteilen Verlobten von Maria Baumer hat jetzt Revision eingelegt.

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    Verteidiger legt Revision im Fall Maria Baumer ein

    Vor einer Woche hatte das Landgericht Regensburg den Verlobten der 2013 tot entdeckten Baumer wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Jetzt hat sein Pflichtverteidiger Revision eingelegt.

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    Am vergangenen Dienstag hatte das Landgericht Regensburg den Verlobten der 2013 tot in einem Wald entdeckten Maria Baumer wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Eine Woche später legte der Pflichtverteidiger des Mannes Revision ein, wie das Landgericht Regensburg der Nachrichtenagentur KNA bestätigte.

    Warten auf das schriftliche Urteil

    Zum weiteren Prozedere hieß es, es werde nun erst einmal mehrere Wochen dauern, bis das schriftliche Urteil vorliege. Danach müsse der Verteidiger seine Revision begründen. Werde sie zugelassen, gehe der Fall vor den Bundesgerichtshof.

    Das Landgericht Regensburg hatte in der vergangenen Woche bei dem Verurteilten die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit folgte die Kammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

    Die Verteidigung hatte für Freispruch plädiert. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, ist laut Gericht eine Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung nicht nach 15 Jahren möglich, sondern erst nach einer im Vollstreckungsverfahren festzusetzenden längeren Mindestverbüßungsdauer.

    Leiche 2013 im Wald gefunden

    Die 26-jährige Maria Baumer aus Muschenried im Landkreis Schwandorf war im Mai 2012 verschwunden, kurz nach ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) in Bayern.

    Im September 2013 fand ein Pilzsammler ihre sterblichen Überreste in einem Wald im Landkreis Regensburg. Nach dem Fund wurde ihr Lebensgefährte vorübergehend inhaftiert, aus Mangel an Beweisen aber wieder freigelassen.

    Verurteilter bestreitet den Mord

    Im Dezember 2019 nahm die Polizei den heute 36-jährigen Mann erneut unter dem Vorwurf des Mordes fest. Gegen den einstigen Lebensgefährten Baumers sprächen einige Indizien, hieß es damals.

    Im Juli dieses Jahres begann dann der Indizienprozess, in dem die Richter zur Überzeugung gelangten, dass der Mann seiner Verlobten heimlich das Beruhigungsmittels Lorazepam und das Schmerzmittel Tramadol eingeflößt hatte. Baumer sei daraufhin bewusstlos geworden und später gestorben. Der Mann habe eine neue Beziehung zu einer Patientin anbahnen wollen, die er als Krankenpfleger betreut habe.

    Der Verurteilte bestritt den Mord im Prozess, räumte aber zwischenzeitlich ein, die Leiche Maria Baumers im Wald verscharrt zu haben.

    Fall Baumer noch einmal bei "Aktenzeichen xy ... ungelöst"

    Am Mittwoch greift auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen xy ... ungelöst" das Thema noch einmal auf. Moderator Rudi Cerne befasst sich dann mit der Frage "Hatten wir im xy-Studio tatsächlich einen Mörder sitzen?", wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Nach Baumers Verschwinden 2012 war der jetzt verurteilte Mann in der Sendung aufgetreten und bat um die Unterstützung des Publikums bei der Suche nach seiner Verlobten.

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