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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Im Prozess um einen möglichen Mordversuch mit einer vergifteten Zimtschnecke werden heute am Landgericht Nürnberg-Fürth die Plädoyers erwartet. Auch das Urteil könnte bereits heute gesprochen werden.

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Versuchter Mord: Urteil im Zimtschnecken-Prozess erwartet

Im Prozess um einen möglichen Mordversuch an einer Frau mit einer vergifteten Zimtschnecke werden heute am Landgericht Nürnberg-Fürth die Plädoyers erwartet. Auch das Urteil könnte heute gesprochen werden. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.

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Von
  • Inga Pflug

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth muss sich ein 39 Jahre alter Mann aus Erlangen verantworten. Der Vorwurf klingt wie aus einem Film: Der getrenntlebende Ehemann backt eine Zimtschnecke und präpariert deren Füllung mit einem Schlafmittel – und die übergibt er seiner Noch-Ehefrau. Als die nichts Böses ahnend davon isst, bekommt sie Lähmungserscheinungen, kann nicht mehr sprechen und ist verwirrt.

Ehefrau und Schwiegermutter ins Krankenhaus eingeliefert

Die Frau wird mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht und zunächst auf Schlaganfall behandelt. Doch dann isst auch noch die Schwiegermutter des Angeklagten von den Resten der Zimtschnecke. Auch sie wird krank – muss sogar auf der Intensivstation beatmet werden. Ermittler entdecken daraufhin das Schlafmittel in dem Gebäck: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord mit gefährlicher Körperverletzung vor. Sie geht davon aus, dass der über die Wirkung des Schlafmittels Bescheid wusste und den Vergiftungstod seiner Noch-Ehefrau zumindest billigend in Kauf nahm.

Angeklagter bestreitet Tatvorwurf

Dass er das Mittel in der Füllung seiner selbstgebackenen Zimtschnecke übergab, bewertet die Anklagebehörde als heimtückisch. Ursprünglich sollte der Prozess bis Ende Juli dauern. Der Angeklagte selbst hatte zum Prozessauftakt beteuert, er habe seine Frau nicht umbringen wollen, schon gar nicht seine Schwiegermutter.

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