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Versuchter Mord: Mann muss fünfeinhalb Jahre hinter Gitter | BR24

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Landgericht Würzburg

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    Versuchter Mord: Mann muss fünfeinhalb Jahre hinter Gitter

    Wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung ist ein 35-Jähriger in Würzburg zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er ein Wohnhaus angezündet hat, in dem er mit seiner Familie lebte.

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    Neben fünf Jahren und sechs Monaten Haft ordnete das Landgericht Würzburg außerdem an, dass der Täter anschließend in einer Entziehungsanstalt untergebracht und ihm die Fahrerlaubnis entzogen wird.

    Staatsanwalt: Erbstreitigkeiten mit Stiefmutter befürchtet

    Der Mann hatte vor Gericht zugegeben, Mitte Januar in Wiesentheid im Landkreis Kitzingen einen Brand in dem Haus gelegt zu haben, in dem er gemeinsam mit seinem drei Jahre älteren Bruder, seinem Vater und seiner Stiefmutter lebte. Das Motiv aus Sicht des Staatsanwalts war, dass der 35-Jährige aus Angst vor Erbstreitigkeiten die Stiefmutter ermorden wollte.

    Angeklagter: Feuer aus Wut gelegt

    Im Prozess gab der Mann zu, das Feuer aus Wut gelegt und den Tod von Angehörigen zumindest in Kauf genommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer sieben Jahre Haft, 60 Tagessätze wegen Trunkenheit sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt gefordert. Der Verteidigung zufolge war Alkohol der Auslöser für die Tat. Deshalb forderte der Anwalt des 35-Jährigen eine Freiheitsstrafe von vier Jahren, verbunden mit einer Therapie. Der Angeklagte nahm das Urteil an.

    Angeklagter zeigte Reue

    Die Stiefmutter war bei dem Feuer unverletzt entkommen, der Bruder kam mit einer leichten Rauchvergiftung davon. Der Vater war nicht im Haus gewesen. Der 35-jährige Angeklagte hatte sich nach dem Brand gestellt. Vor Gericht gab er an, die Tat zu bereuen und er entschuldigte sich bei seinem Vater und seiner Stiefmutter: “Es tut mir schrecklich leid, ich möchte eine Therapie machen, um alles aufzuarbeiten.”