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Versuchte Geldautomatensprengung: 24-Jähriger muss ins Gefängnis | BR24

© Norbert Steiche/BR-Mainfranken

Im Landgericht Schweinfurt ist das Urteil gegen den 24-Jährigen gefallen

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    Versuchte Geldautomatensprengung: 24-Jähriger muss ins Gefängnis

    Fünf Jahre Haft hieß am Ende das Urteil für einen 24-jährigen Niederländer. Der Mann war im Februar 2019 in eine Bank in Grafenrheinfeld eingebrochen und hatte dabei auch versucht, den Geldautomaten zu sprengen.

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    Ein 24-jähriger Mann aus den Niederlanden ist am Freitag vom Landgericht Schweinfurt wegen versuchten schweren Bankendiebstahls mit versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

    Der Mann war zusammen mit einem Komplizen im Februar 2019 in eine Bankfiliale in Grafenrheinfeld eingebrochen. Einem Gerichtssprecher zufolge hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren beantragt. Die Verteidigung dagegen wollte eine maximale Freiheitsstrafe von vier Jahren erreichen.

    Bankräuber wurden durch Passanten gestört

    Der 24-Jährige hatte am frühen Morgen mit einem Komplizen in einer Filiale der VR-Bank in Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt zunächst einen Geldautomaten aufgebrochen. Die beiden waren dabei allerdings noch nicht an Geld gekommen. Die Männer versuchten daher anschließend mit eingeführtem Gas den Geldautomaten zu sprengen. In diesem Moment kam jedoch ein Fremder dazu.

    Einer der Täter drohte dem Zeugen, ihn mit einem Brecheisen zu schlagen - woraufhin dieser die Bank verließ. Anschließend flohen die beiden verhinderten Räuber mit einem Sportwagen ohne Beute.

    Im Geldautomaten befanden sich 139.000 Euro. Das Geld blieb unangetastet. An dem Automaten und dem Bankgebäude entstand Sachschaden in Höhe von rund 2.000 Euro.

    Ein Täter gefasst, einer konnte fliehen

    Einige Anwohner und der Zeuge verständigten die Polizei. Die versuchte mit mehreren Streifenwagen die Täter zu stellen. Dabei kam es zu einer fast filmreifen Verfolgungsjagd.

    Die Täter flohen von Grafenrheinfeld zunächst in Richtung Bergrheinfeld. Sie setzten dann ihre Flucht über die A70, die A7 und die A3 fort. Bei Kist im Landkreis Würzburg verließen sie die A3. Hier kollidierte ein Streifenwagen mit dem Fluchtauto. Dabei wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Die Täter fuhren dann wieder auf die A3 in Richtung Würzburg, blieben nach der Anschlussstelle Heidingsfeld auf der Autobahn stehen und flüchteten von dort aus zu Fuß. Der 24-Jährige konnte noch im Bereich der Autobahn festgenommen werden. Sein Komplize konnte fliehen.

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