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Frau dringt in Säuglingsstation ein: Versuchte Baby-Entführung? | BR24

© BR/ Rudolf Heinz

Nach dem eine Frau in die Säuglingsstation eines Schwandorfer Klinikums eingedrungen ist, laufen die Ermittlungen weiter.

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    Frau dringt in Säuglingsstation ein: Versuchte Baby-Entführung?

    Nachdem eine Frau in die Säuglingsstation eines Schwandorfer Klinikums eingedrungen war, laufen die Ermittlungen weiter. Die Frau hatte sich unter anderem als Hebammenschülerin ausgegeben und kurzzeitig ein Baby an sich genommen.

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    Von
    • Andreas Wenleder
    • Rudolf Heinz

    Im Fall einer verwirrten Frau, die am Dienstag in der Säuglingsstation des Schwandorfer Klinikums ein Baby an sich genommen hatte, werden derzeit die genauen Umstände geklärt. Die 29-Jährige aus dem Landkreis Schwandorf habe sich mit "sehr großer krimineller Energie" Zugang zum Krankenhaus St. Barbara verschafft, teilt die Klinik mit.

    Kontrollen am Haupteingang

    Der Zugang zum Gebäude sei derzeit nur über den Haupteingang oder die Notaufnahme erlaubt. Beide Eingänge würden wegen des Corona-bedingten Besuchsverbots von einem Sicherheitsdienst überwacht. Bei jeder Person werde eine Zugangskontrolle durchgeführt. Das Personal müsse einen Mitarbeiterausweis vorzeigen, Patienten eine Terminbestätigung, so die Klinik.

    Frau gab sich als Hebammenschülerin aus

    Die Maßnahmen hätten in diesem Fall aber nicht gegriffen, da sich die Frau über einen Nebeneingang Zugang zur Klinik verschafft habe. In der Wäscherei habe sie anschließend einen Kittel und eine Arzt-Hose entwendet und angezogen. Nach Angaben des Krankenhauses hätten die Mitarbeiter trotzdem vorbildlich reagiert und die selbsternannte Hebammenschülerin schnell enttarnt. Zu diesem Zeitpunkt könnte sich die Frau aber bereits längere Zeit in der Klinik aufgehalten haben.

    Als Besucherin unterwegs

    So soll sie nach Polizeiangaben mehrere Stationen besucht haben. Da die 29-Jährige auf der Säuglingsstation ein Kind an sich nahm und in einem Bettchen durch die Station schob, wird gegen sie wegen des Delikts der Kindesentziehung ermittelt, so ein Polizeisprecher. Je nach den Umständen der Tat, könnte auch eine Kindesentführung im Raum stehen.

    "Psychisch auffällige" Frau ist der Polizei bekannt

    Deshalb werde nun auch ermittelt, wie weit sich die Frau mit dem Kind entfernt habe. Nach Angaben des Krankenhauses habe sie aber nicht den Eindruck erweckt, als hätte sie das Kind mitnehmen wollen. Da die Frau nach ihrer Enttarnung verwirrt wirkte und bei der Polizei bereits mehrfach auffällig geworden ist, wurde sie in eine psychiatrische Klinik gebracht. Außerdem wird laut Polizei geprüft, ob sie zur Tatzeit schuldunfähig war.

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