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Unterfränkische Grundstückseigentümer sind zu einem Dialog über den konkreten SuedLink-Verlauf eingeladen. Über 100 Besitzer und Bewirtschafter von Grundstücken im Landkreis Bad Kissingen konnten zum Auftakt ihre Fragen stellen.

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Versuch "verträglicher Lösungen": Eigentümerdialog SuedLink

Seit Montag sind unterfränkische Grundstückseigentümer zu einem Dialog über den konkreten SuedLink-Verlauf eingeladen. Über 100 Besitzer und Bewirtschafter von Grundstücken im Landkreis Bad Kissingen konnten zum Auftakt ihre Fragen stellen.

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  • Ralph Wege

Rund 100 Eigentümer und Bewirtschafter von Grundstücken aus den Orten Oerlenbach, Ramsthal, Sulzthal im Landkreis Bad Kissingen und Wasserlosen im Landkreis Schweinfurt nutzten den Bürgerdialog, um ihre Fragen zu stellen. Experten von TransnetBW informierten über den aktuellen Stand der Stromtrassen-Planungen in der Sulzthaler Mehrzweckhalle. Ziel des Dialogs: die "beste und verträglichste Lösung“ für den Verlauf der Erdkabel zu finden, so Christopher Göpfert, Bürgerreferent von TransnetBW. Momentan besteht ein 1.000 Meter breiter Korridor. In diesem soll SuedLink verlaufen, erklärte Göpfert.

Einwände zum Beispiel geplante Hoferweiterungen

"Ein wichtiger Hinweis ist beispielsweise die Erweiterung eines Aussiedlerhofes. Bei der Erdkabelverlegung könnte man so planen, dass wir dieser Erweiterung nicht im Weg stehen und einen anderen Kabel-Verlauf wählen.“ Oftmals würden auch Photovoltaikanlagen auf den Grundstücken geplant werden, ergänzte Göpfert. "Dank der frühen Abstimmung mit den Grundstücksbesitzern würden wir dann versuchen, einen Kompromiss bei der Kabelverlegung zu realisieren.“

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Auftakt Suedlink-Dialog in Sulzthal - Modell der Stromtrasse

Landwirtschaftliche Nutzung eingeschränkt

Bei der Suedlink-Trasse im Landkreis Bad Kissingen handelt es sich um zwei Erdkabel. Jedes hat einen Durchmesser von 18 Zentimetern. Die Erdkabel würden in eineinhalb Meter Tiefe verlegt werden. Laut Göpfert kann nach der Verlegung der darüber liegende Boden beispielsweise für die Landwirtschaft wieder genutzt werden. Über den Erdkabeln dürfen aber auf einer Breite von bis zu 12 Metern keine tiefwurzelnden Gehölze wie Bäume angepflanzt werden. Auch Gebäude dürfen darauf nicht errichtet werden.

Weitere Termine mit Eigentümern

"Die Grundstücksbesitzer und Bewirtschafter erhalten eine Entschädigung für die Verlegung der Erdkabel,“ sagte Göpfert. Weitere Termine für den Dialog zwischen TransnetBW und Grundstückeigentümern finden am 16. Juni für Leinach und Birkenfeld in der Egerbachhalle Birkenfeld, am 17. Juni für Uettingen und Greußenheim in der Aalbachtalhalle, am 21. und 22. Juni für Arnstein und Thüngen in der Stadthalle, am 23. und 24. Juni für Retzstadt, Thüngersheim und Zellingen in der Raiffeisen-Sporthalle Thüngersheim und am 25. Juni für Helmstadt und Altertheim in der Welsbachhalle Holzkirchhausen statt.

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