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Versiegte Aischquelle in Schwebheim sprudelt wieder | BR24

© Landratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim

Die Aischquelle sprudelt wieder. Zwei monatelang war sie versiegt, weil ein nahegelegenes Gipsabbaugebiet das Wasser abgegraben hatte.

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    Versiegte Aischquelle in Schwebheim sprudelt wieder

    Zwei Monate lang war die Aischquelle in Schwebheim komplett ausgetrocknet. Schuld daran war offenbar der Gips-Tagebau im Osten. Jetzt sprudelt das Wasser wieder.

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    Für die Menschen in den Orten rund um die Aischquelle war es ein Schock: Ende 2019 war kein Wasser mehr im Quelltopf bei Schwebheim (Lkr. Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Die Suche nach den Ursachen begann. Landrat Helmut Weiß (CSU) berief einen Runden Tisch mit vielen Fachleuten ein. Nun, rund zwei Monate nach ihrem Versiegen, sprudelt die Aischquelle wieder. Auch die Ursache ist gefunden: Der Gips-Tagebau im Osten hatte der Aischquelle offenbar Wasser abgegraben. Darauf lassen Untersuchungen der Wasser-Zusammensetzung schließen, die die Behörden durchgeführt haben.

    Gipsabbau zog Wasser von Aischquelle ab

    Wie das Landratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim mitteilt, hatte der Einbau eines Dammbauwerks im Gipsabbaugebiet in der Nähe offenbar Erfolg. An den Grundwasser-Messstellen seien die Pegel wieder angestiegen. Das Grundwassergebiet, das die Aischquelle speist, sei zwar größer als bislang angenommen. Dennoch bestehe ein hydraulischer Zusammenhang zwischen dem Tagebaugebiet und der Aischquelle. Das Wasser, das seit Januar in den Bergbau geflossen sei, habe den Pegel an der Aischquelle absinken lassen.

    Dammbauwerk schuf Abhilfe

    Das fast fertige Dammbauwerk im Gipsabbau habe diese Entwicklung gestoppt, so das Landratsamt in einer Mitteilung. Seit Ende Februar seien die Pegel wieder angestiegen. Landrat Helmut Weiß (CSU) kündigte an, die Situation an der Aischquelle weiter genau zu beobachten. "Es muss ein engmaschiges Monitoring weiterbetrieben werden", so Weiß.

    Runder Tisch beobachtet Aischquelle

    Ende März will der Landrat alle Beteiligten erneut zum Runden Tisch laden. Dabei nehmen neben dem Landratsamt auch Vertreter des Bergamts Nordbayern, des Wasserwirtschaftsamts Ansbach, der Firma Knauf, des Instituts Umwelttechnik Mainfranken sowie die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden teil.