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Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Mehr als 150 verendete Fische haben spielende Kinder in einem Bach in Hergensweiler im Kreis Lindau gefunden. Die Tiere sind wohl durch Verunreinigungen einer Baustelle gestorben.

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Verschmutzung: Mehr als 150 tote Fische in Hergensweiler Bach

Mehr als 150 verendete Fische haben spielende Kinder in einem Bach in Hergensweiler im Kreis Lindau gefunden. Die Tiere sind wohl durch Verunreinigungen einer Baustelle gestorben.

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Von
  • Steffen Armbruster

Über 150 tote Fische entdeckten Kinder vor zwei Wochen in einem Bach, der durch Hergensweiler im Kreis Lindau fließt. Die Polizei sucht noch den oder die Verursacher, sie geht aber von grober Fahrlässigkeit bei Arbeiten auf einer Baustelle aus. Da Gewässerverunreinigung ein Straftatbestand ist, stehen bei Fahrlässigkeit darauf bis zu drei Jahre Gefängnis.

Zementlauge als wahrscheinliche Todesursache

Noch ist nicht klar, um welchen Stoff es sich genau handelte, so die Polizei. Der Tod der Fische könnte aber mit der Verarbeitung von Zement zu tun haben, der über einen Kanal in den Bach gelangt ist, sagte ein Sprecher. Denn Zement wird in Verbindung mit Wasser zu einer Lauge mit einem hohen pH-Wert, die beispielsweise Haut oder in diesem Fall die Kiemen von Fischen verätzen kann. Bei der Verarbeitung sollten Schutzbrille und Handschuhe getragen werden.

Bachwasser ist wieder sauber

Drei Elritze habe das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg inzwischen untersucht, sagte Mario Kirchmann von der Lindauer Seemeisterstelle. Dabei konnten Fischkrankheiten ausgeschlossen, die Todesursache aber nicht eindeutig geklärt werden. Ob die Fische an Zementwasser starben, ließ sich laut Kirchmann nicht mehr beweisen. Der Bach ist ihm zufolge inzwischen wieder sauber.

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