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Coronavirus - Testzentrum

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    Verschärfung der Corona-Regeln: Kommt Ansturm auf Testzentren?

    Ab morgen gilt bayernweit 3G am Arbeitsplatz. Schon jetzt sind die Corona-Testzentren in Bayern gut ausgelastet, aber die neue Regeln könnte viele ans Limit bringen, so die Befürchtung von Betreibern. Wer einen Test braucht, sollte Geduld mitbringen.

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    Martin BreitkopfMartin BreitkopfAnna KleinAnna KleinBR24  RedaktionBR24 RedaktionNiklas EckertNiklas Eckert
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    Ob ein negativer Schnelltest für den Arbeitgeber, für den Besuch im Altenheim oder für Genesene, die noch keine Bescheinigung vom Gesundheitsamt bekommen haben - die Gründe, warum viele sich in die Warteschlangen einreihen, sind schon jetzt vielfältig. Ab Mittwoch sehen die verschärften Corona-Regeln in bestimmten Bereichen auch eine Testpflicht für Geimpfte und Genesene vor. Entsprechend stellen sich die Test-Stationen auf einen Ansturm ein. Mancherorts hat dieser sogar schon begonnen.

    Warteschlangen zu Stoßzeiten vermeiden

    Alice Tennhagen von dem privaten Corona-Test-Anbieter Intervivos bestätigt die steigende Nachfrage. Vor allem zu den Stoßzeiten in der Früh und am Abend komme es unweigerlich zu Wartezeiten. Daher der Tipp, diese möglichst zu meiden und auf den Vormittag oder Nachmittag auszuweichen. Wichtig sei, sich vor dem Test online zu registrieren und dann den Ausweis samt Anmeldedaten zum Test mitzubringen. Die Testkapazitäten würden derzeit bayernweit hochgefahren, trotzdem müsse aktuell jeder, der einen Test braucht, Geduld mitbringen.

    Andrang auf Testzentren in Mittel- und Oberfranken steigt

    In Mittel- und Oberfranken stieg die Zahl der Menschen, die sich kurz vor dem Inkrafttreten der neuen Corona-Maßnahmen am Mittwoch testen lassen wollen, bereits stark an. Vor vielen Testzentren bilden sich Schlangen, wie etwa vor dem kommunalen Schnelltestzentrum in Bayreuth oder dem Testzentrum in Weißenburg. Die beiden Landkreise bestätigten einen merklichen Anstieg der Testanfragen – genau wie die Stadt Ansbach. Täglich werden in den Testzentren mehrere Hundert Schnelltests durchgeführt. In Bayreuth zum Beispiel 600, in den beiden Testzentren im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 400.

    Die Testkapazitäten in Altmühlfranken wurden in der vergangenen Woche sogar aufgestockt, um der Nachfrage gerecht zu werden, teilten die Verantwortlichen mit. Im Landkreis Bamberg habe sich der Andrang gegenüber vergangener Woche sogar verdoppelt. Pressesprecher Frank Förtsch erklärt aber, dass die Kapazitätsgrenze noch nicht erreicht sei. "Die Herausforderung bei uns ist nicht das Testen, sondern das Impfen", so Förtsch weiter. An die Grenzen kommt dagegen schon das Testzentrum des Malteser-Hilfsdiensts in Nürnberg. Aufgrund von Lieferengpässen könnten dort maximal 30 PCR-Tests am Tag durchgeführt werden. Die Malteser bitten deshalb um die Vereinbarung von Terminen vorab und um Geduld, wenn es trotzdem zu längeren Wartezeiten kommt.

    Andrang in Landshut kaum zu bewältigen

    In Landshut laufen die Teststationen auf der Grieserwiese seit Wochen unter Volllast. Sowohl bei PCR-Tests als auch bei den nun wieder für alle kostenlosen Antigen-Schnelltests sei der Andrang kaum noch zu bewältigen, sagt Thomas Schindler, der Leiter des Impfzentrums der Stadt Landshut. "Wir führen momentan allein auf der Grieserwiese täglich rund 800 Schnelltests durch. Dazu kommen weitere 250 PCR-Tests, wobei der Bedarf angesichts des enormen Infektionsgeschehens sogar noch höher wäre", so Schindler. Deshalb werde man auch in diesem Bereich unverzüglich die Kapazitäten erhöhen und den Personalstand entsprechend anpassen müssen. "Auch das geht aber leider nicht von einem Tag auf den anderen. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann."

    Steigende Nachfrage in Augsburg

    Auch die Stadt Augsburg rechnet mit einer steigenden Nachfrage am städtischen Corona-Testzentrum an der Messe Augsburg. Das teilte Gesundheitsreferent Reiner Erben dem BR mit. Der Andrang dort steige seit einigen Wochen, könne jedoch sehr gut bewältigt werden. Waren es vor vier Wochen noch 981 Tests, zählte das Testzentrum in der vergangenen Woche bereits 2.142 Tests. Täglich können dort laut Gesundheitsreferat 1.200 Menschen getestet werden.

    Auch Hof rechnet mit großem Andrang

    Auch das Testzentrum von Stadt und Landkreis Hof rechnet wegen der neuen Corona-Maßnahmen mit einem deutlich erhöhten Testbedarf. Deshalb wird die Testkapazität dort laut der Stadt signifikant erhöht werden. Trotzdem rät sie, die Testmöglichkeit eher in den Nachmittagsstunden wahrzunehmen, da der größte Andrang jeweils in den Morgenstunden zu verzeichnen sei.

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