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Verschärfte Corona-Regeln: Maskenpflicht im Zentrum von München | BR24

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Wegen der nach wie vor hohen Zahl der Corona-Neuinfektionen hat München eine Maskenpflicht für weite Teile der Innenstadt erlassen. Wer ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 250 Euro.

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Verschärfte Corona-Regeln: Maskenpflicht im Zentrum von München

Schärfere Kontaktregeln, Maskenpflicht im Zentrum, Begrenzungen für private Feiern: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Damit will die Stadt die Corona-Lage in den Griff bekommen.

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Wer ab heute (Donnerstag) in die Münchner Innenstadt will, muss neue Regeln beachten: Ab sofort gilt dort an vielen Stellen eine Maskenpflicht. Es ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen die bayerischen Landeshauptstadt die Corona-Pandemie eindämmen will, denn nach wie vor liegt die 7-Tage-Inzidenz über dem Schwellenwert 50. Wie angekündigt hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter deshalb eine neue Allgemeinverfügung erlassen.

Schilder weisen auf Maskenpflicht hin

Schilder mit deutschen und englischen Hinweisen erinnern die Innenstadt-Besucher jetzt an die Maskenpflicht, die immer von neun bis 23 Uhr gilt. Konkret betrifft das die Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Schützenstraße, den Stachus und den Marienplatz, die Sendlinger Straße samt Sendlinger-Tor-Platz, den Viktualienmarkt und alle Gehwege im Tal. Von der Maskenpflicht befreit sind nur Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und diejenigen, die wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Allen anderen droht bei Verstößen Bußgeld - 250 Euro. So steht es in der Allgemeinverfügung, die die Stadt am Abend herausgegeben hat.

Kontaktbeschränkungen: Treffen von maximal fünf Menschen

Außerdem gibt es Einschränkungen bei Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie. Erlaubt sind sie an ein- und demselben Tisch nur noch mit Angehörigen des eigenen oder eines weiteren Hausstands, Partnern, Verwandten "in gerader Linie", Geschwistern oder in Gruppen von bis zu fünf Personen. Bisher waren zehn zulässig.

Einschränkungen für private Feiern

Strengere Regeln treten auch für private Feiern wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen in Kraft: Daran dürfen in geschlossenen Räumen maximal 25 Menschen teilnehmen (bisher 100), im Freien höchstens 50 (bisher 200). Voraussetzung ist jeweils, dass der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann.

Wieder Alkoholverbot für Hotspots am Wochenende

Für die fünf bereits bekannten Party-"Hotspots" in München wird am Wochenende erneut ein nächtliches Alkoholverbot ausgesprochen. Das gilt für den Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie in den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke. In den Nächten auf Samstag und Sonntag darf dort zwischen 23 und sechs Uhr kein Alkohol mehr im öffentlichen Raum getrunken werden, der Verkauf von Alkohol "to go" ist - auch in der näheren Umgebung - bereits ab 21 Uhr verboten. Bei Verstößen können Bußgelder von mindestens 150 Euro (Konsum) bzw. 500 Euro (Verkauf) fällig werden.

Weitere Maßnahmen möglich

Die neuen Regelungen sollen zunächst sieben Tage gelten, danach soll neu entschieden werden, ob die Infektionswerte weiter so hoch sind, dass die Maßnahmen verlängert werden müssen. Oberbürgermeister Reiter hatte Anfang der Woche bereits angekündigt, dass der Münchner Krisenstab über weitere Einschränkungen diskutieren wird, sollte der Wert in zwei Wochen noch immer deutlich über 50 liegen. Möglich sei dann zum Beispiel eine generelle Maskenpflicht im Stadtgebiet. Aktuell liegt der 7-Tage-Inzidenzwert bei 51,04.

💡 Was bedeutet 7-Tage-Inzidenz?

Die 7-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die 7-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt. In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden.

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