BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Verschärfte Borkenkäfer-Überwachung in den Staatsforsten | BR24

© Andreas Arnold/dpa-bildfunk

Wegen Wärme und Trockenheit konnte sich der Borkenkäfer gut ausbreiten.

Per Mail sharen

    Verschärfte Borkenkäfer-Überwachung in den Staatsforsten

    Mit einem Borkenkäfer-Index wollen die Bayerischen Staatsforsten die Ausbreitung des Käfers kontrollieren. Wie der Forstbetrieb in Regensburg mitteilte, leiden die Wälder derzeit besonders - der Schädling profitiert dabei von Trockenheit und Wärme.

    Per Mail sharen

    Die Bayerischen Staatsforsten führen einen monatlichen Borkenkäfer-Index ein. Mit den aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Insektenpopulation will der größte deutsche Forstbetrieb transparent und zeitnah über den Zustand des Staatswalds informieren. Das teilte das Unternehmen am Sonntag in Regensburg mit.

    Wald leidet im dritten Jahr unter dem Borkenkäfer

    Die Insekten befallen hauptsächlich Fichten und haben bereits in den vergangenen Sommern große Schäden angerichtet. Die Ausbreitung des Borkenkäfers wurde laut dem Forstbetrieb durch Wärme und Trockenheit begünstigt. Gegenwärtig herrscht demnach eine angespannte Waldschutzsituation. Die kritische Lage der Wälder aus den Jahren 2018 und 2019 setzt sich damit fort.

    Kühler Mai bremst Insekten etwas

    Bisher haben die Staatsforsten 79.000 Festmeter Käferholz registriert. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter. Das ist zwar etwas weniger als noch im Mai 2019, aber höher als der fünfjährige Durchschnitt von 67.000 Festmetern. In diesem Frühjahr waren die Ausgangsbedingungen für die Vermehrung der Käfer wegen der wochenlangen Trockenheit im März und April ebenfalls günstig. Allerdings hat der vergleichsweise kühle und nasse Mai die Ausbreitung der Insekten zur Erleichterung der Förster gebremst.

    Unter Hochdruck abgestorbene Bäume entfernen

    Für die Mitarbeiter der Staatsforsten bleibt die Suche nach befallenen Bäumen aber eine Daueraufgabe, für die zahlreiche Helfer eingestellt worden sind. Dazu gehören auch Forststudenten. Die Käfer bringen die Fichten zum Absterben - und abgestorbene Bäume sind bevorzugte Brutstätten für die weitere Vermehrung. Deswegen werden auch unter Hochdruck die vom Februar-Orkan Sabine umgeworfenen Bäume beseitigt, damit der Borkenkäfer sich nicht in diesen Stämmen vermehren und von dort ausfliegen kann.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!