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Vernachlässigte Kinder: Wie kann ich helfen? | BR24

© dpa-Bildfunk/Nicolas Armer

Hilfe für Kinder und Familien

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Vernachlässigte Kinder: Wie kann ich helfen?

Immer wieder werden Kinder in der eigenen Familie misshandelt oder sogar getötet. Da stellt sich die Frage: Wohin können sich mögliche Zeugen oder aber auch überforderte Eltern wenden? Wo gibt es Hilfe?

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Der Fall des Dreijährigen aus Dillingen, der möglicherweise in der eigenen Familie getötet wurde, wirft Fragen auf. Nicht nur nach dem möglichem Versagen von Behörden, sondern auch danach, wie solche Fälle besser erkannt und vermieden werden können. Und zuallererst: Wo finden Betroffene oder Zeugen Hilfe?

Jugendamt ist zuständig

Erster Ansprechpartner ist in jedem Fall das örtliche Jugendamt. Denn dieses soll nach dem achten Sozialgesetzbuch Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen.

Im Freistaat wird die Hilfe nach dem "Bayerischen Gesamtkonzept zum Kinderschutz" organisiert. Dazu gehören 180 Erziehungsberatungsstellen, die Bayerische Kinderschutzambulanz am Institut für Rechtsmedizin der Universität in München, wo Jugendamtsmitarbeiter und Ärzte Beratung finden, sowie das "KoKi"-Konzept.

"Koki" als Ansprechpartner

Die Abkürzung "KoKi" steht für Koordinierende Kinderschutzstelle. Gefördert wird es vom bayerischen Familienministerium. Dieses schreibt dazu:

"Ziel ist es, Überforderungssituationen von Eltern zu vermeiden und ihnen gerade auch in belastenden Lebenssituationen frühzeitig Unterstützung und Hilfe anzubieten." Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Angesiedelt ist "Koki" in den örtlichen Jugendämtern. Dort gibt es geschulte Ansprechpartner. An diese können sich alle Betroffenen wenden. Zu finden sind die Anlaufstellen unter dieser Internetadresse: www.koki.bayern.de

© BR

Immer öfter müssen bayerische Jugendämter wegen Kindeswohlgefährdung tätig werden. Experten werten das jedoch auch positiv. Denn es deute darauf hin, dass die Aufklärungsarbeit langsam greifen würde.