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Vermisste Mutter und Tochter: Polizei geht von Verbrechen aus | BR24

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Die vermisste Maria Gertsuski

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Vermisste Mutter und Tochter: Polizei geht von Verbrechen aus

Im Fall der in München vermissten Mutter und Tochter aus Ramersdorf geht die Polizei mittlerweile von einem Verbrechen aus. Eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Duo" wurde ins Leben gerufen und der Fall an die Mordkommission übergeben.

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© Polizei München

Maria Gertsuski und ihrer 16-jährigen Tochter Tatiana sind seit Samstag vermisst. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus.

Im Vermisstenfall Gertsuski geht die Polizei jetzt von einem Verbrechen aus. Das sagte Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins vor Journalisten. Die Münchner Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

"Wir haben dadurch gesteigerte Möglichkeiten. Bei einem Gewaltverbrechen können wir auf Grund der rechtlichen Vorgaben in der Strafprozessordnung ganz andere Dinge im Ermittlungsbereich bedienen, als das im normalen Vermisstenfall möglich ist." Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins

Mutter und Tochter sind am Samstag spurlos verschwunden

Die 41-jährige russischstämmige Maria Gertsuski und ihre 16 Jahre alte Tochter Tatiana sind am vergangenen Wochenende spurlos verschwunden. Sie hätten ein Einkaufszentrum im Stadtteil Neuperlach besuchen wollen, seitdem gebe es keinen Kontakt mehr, heißt es in der Vermisstenanzeige.

Bisher kein konkreter Tatverdacht

Der frühere sowie der jetzige Ehemann hätten Mutter und Tochter als vermisst gemeldet. Dazu wollte sich die Polizei nicht näher äußern: Die Anzeige sei aus „dem Kreis der Familie“ gekommen. Die Polizei intensiviert nun ihre Ermittlungen, einen konkreten Tatverdacht gebe es noch nicht.  

Handys sind ausgeschaltet

Ob die die beiden wirklich in einem Einkaufszentrum waren, wird noch untersucht. Die Mobiltelefone von Mutter und Tochter sind ausgeschaltet, eine Ortung ist nicht möglich.

Anzeichen für ein Verbrechen

Bis gestern hatte die Polizei in alle Richtungen ermittelt, also nicht ausgeschlossen, dass die Beiden untergetaucht sind. Aus Sicht der Ermittler haben sich allerdings die Anzeichen für ein Verbrechen gemehrt. Zu Einzelheiten äußerte sich das Präsidium nicht.

Auch russische Medien berichten

Wie russische Medien berichten, habe die Mutter täglich bei ihrem Vater in Moskau angerufen und diesen häufig besucht. Die Anrufe der 41-Jährigen bei ihrem Vater seien seit Samstag ausgeblieben. Die Pässe von Mutter und Tochter seien in der Wohnung in der Ottobrunner Straße gelegen.