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Vermisste Mutter und Tochter: Fußmatte mit Blutspuren gefunden | BR24

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Polizei und Staatsanwaltschaft haben heute bei einer Pressekonferenz neue Beweise im Fall der vermissten Mutter und Tochter aus München präsentiert.

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Vermisste Mutter und Tochter: Fußmatte mit Blutspuren gefunden

Seit Wochen werden eine 41-Jährige und ihre 16-jährige Tochter aus München vermisst. Auf einer Pressekonferenz hat die Polizei neue Einzelheiten zum Fall bekannt gegeben. Die Mordkommission stellte unter anderem eine Fußmatte mit Blutspuren sicher.

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Im Fall der verschwundenen Mutter und ihrer 16-jährigen Tochter aus Ramersdorf hat die Münchner Polizei heute neue Details bekannt gegeben: So haben die Ermittler in einem Waldstück im Truderinger Forst in der Nähe des Wohnortes eine Schmutzfangmatte und einen Teppich mit Blutspuren der beiden Vermissten aus ihrer Wohnung gefunden.

Dringend tatverdächtig ist der neue Ehemann der vermissten Frau, ein 44 Jahre alter Deutsch-Russe. Mutter und Tochter sind seit einem Monat verschwunden. Der Tatverdächtige hatte am 13. Juli zunächst eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben, sich dann aber bei Vernehmungen in Widersprüche verwickelt.

Daraufhin wurde er am 21. Juli festgenommen. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft und schweigt.

Polizei durchsuchte mehrfach Wald im Münchner Südosten

Die Polizei geht seit Wochen davon aus, dass die beiden Vermissten getötet wurden. Ihre Leichen wurden aber noch nicht gefunden. Daher haben die Ermittler in den vergangenen Wochen bereits mehrmals ein Waldstück im Münchner Südosten abgesucht - mit mehreren hundert Kräften. Im Einsatz waren auch ein Hubschrauber, Spürhunde und Taucher. Die Suche im Truderinger Forst wird fortgesetzt, etwa die Hälfte der für die Suche eingeplanten Fläche muss noch Meter für Meter abgesucht werden. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Leichen der Frauen an einen anderen Ort gebracht und im Wald nur der Teppich und die Fußmatte entsorgt wurden, um Spuren zu beseitigen.

Ermittler gehen von Totschlag und Mord aus

Die Staatsanwaltschaft legt dem 44-Jährigen Totschlag an seiner Ehefrau und Mord an der Stieftochter zur Last. Er habe zunächst seine Frau getötet und dann deren Tochter, um den gewaltsamen Tod der Mutter zu verdecken. Diese Erkenntnisse beruhen laut Staatsanwaltschaft auf Spuren, die in der Wohnung der Familie gefunden und jetzt durch den Fund des Teppichs und der Fußmatte bestätigt worden seien. Die Polizei hat bis heute knapp einhundert Hinweise erhalten und bittet weiterhin Zeugen, sich zu melden, die verdächtige Beobachten im Zeitraum zwischen 12. und 14. Juli im Truderinger Forst gemacht haben.

© Polizei München

Die gefundene Fußmatte