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Vermisste mittelalterliche Urkunden wieder in Nürnberg | BR24

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Zwei Urkunden aus dem Jahr 1418 sind heute wieder an das Staatsarchiv Nürnberg zurückgegeben worden. Sie galten seit dem Zweiten Weltkrieg als vermisst.

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Vermisste mittelalterliche Urkunden wieder in Nürnberg

Zwei mittelalterliche Urkunden aus dem Jahr 1418, die seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst wurden, sind am Mittwoch (15.01.20) an das Staatsarchiv Nürnberg zurückgegeben worden.

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Wie die Generaldirektion der Staatlichen Archive mitteilt, waren die beiden Urkunden 2019 im Nachlass eines ehemaligen US-Soldaten aufgetaucht. Die Rückgabe nach Nürnberg kam durch die Vermittlung des Auswärtigen Amtes zustande.

Depot mit Urkunden geplündert

Wie das Staatsarchiv erläutert, wurden während des Zweiten Weltkriegs die wertvollsten Bestände zum Schutz vor Luftangriffen an 32 Bergeorte ausgelagert. Eines der Depots war im Schloss Sandsee im heutigen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Nach Kriegsende wurde das Depot mit rund 137 Kisten voll mit mittelalterlichen Urkunden geplündert und mehr als 70 Pergamente verschwanden – darunter auch die beiden, die nun wieder nach Nürnberg zurückkehren.

Handelsverbot und Verkauf eines Hofes

Auf der einen Urkunde vom 2. Juli 1418 verbietet König Sigismund den Städten Augsburg und Ulm mit der Stadt Venedig Handel zu treiben. Die zweite Urkunde vom 12. Juli 1418 dokumentiert, dass das Ehepaar Ulrich und Margarete Ortlieb ihren Stadel samt Hof vor dem „Frauentor zu Nürnberg“ verkauft.