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Bildrechte: BR/Rupert Waldmüller

Nach Staus auf vielen Straßen im Allgäu hat sich die Lage heute entspannt. Die Winterlandschaft zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Die Lawinengefahr steigt allerdings weiter an.

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Nach den Schneefällen: Winterpracht im Allgäu

Nach den starken Schneefällen der vergangenen Tage zeigt sich die Winterlandschaft im Allgäu von ihrer schönsten Seite. Die Lawinen- und Schneebruchgefahr steigt allerdings weiter an.

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Von
  • Viktoria Wagensommer

Vielerorts sind die Loipen gespurt und die Hobbysportler genießen den Schnee, wie etwa an der Wenglinger Steige bei Aitrang im Landkreis Ostallgäu.

Warnung vor Schneebruch an Bäumen in Lindau

Wegen der starken Schneefälle warnt die Stadt Lindau allerdings vor herunterbrechenden Ästen. Teilweise liegen nach Angaben der Stadt bereits größere Äste auf den Straßen. Die Gefahr sei vor allem in den Parks und entlang von Straßen groß. Die Baumkontrolleure sind im Stadtgebiet unterwegs, um festzustellen, wo es gefährlich werden könnte.

Messstation in Balderschwang zeigt 1,20 Meter Schnee an

Laut Balderschwangs Bürgermeister Konrad Kienle sind in der Gemeinde auf über 1.000 Metern Höhe seit Mittwoch 70 Zentimeter Neuschnee gefallen. Zusammen mit der Schneedecke der vergangenen Woche zeigt die Messstation am Dorfhaus nun 1,20 Meter Schnee an. Das kommt selbst in Balderschwang nicht jedes Jahr vor, so Kienle.

Lawinenkommission rät, in den Tallagen zu bleiben

Mittlerweile ist die Lawinenwarnstufe im Allgäu auch unterhalb von 1.800 Meter Höhe auf vier angestiegen, was "groß" bedeutet. Deshalb rät die Lawinenkommission in Balderschwang von Skitouren, Schneeschuh-, und Winterwanderungen an Hängen ab und empfiehlt, in den Tallagen zu bleiben. Laut Lawinenwarndienst ist im gesamten Alpenraum größte Vorsicht geboten.

Mehrere Lawinen bereits abgegangen

Schon am Donnerstag wurden laut Lawinenwarndienst im gesamten bayerischen Alpenraum viele Lawinen gemeldet. Die Bergwacht in Pfronten im Ostallgäu warnt via Facebook ausdrücklich vor Wintersport am Breitenberg. Hier seien am Donnerstag Lawinen abgegangen. Insgesamt sei größte Vorsicht geboten, auch weil im Moment die Skipisten nicht überwacht werden.

Wege und einzelne Straßen wegen Lawinengefahr gesperrt

Im Gemeindegebiet von Oberstdorf, Bad Hindelang und Schwangau sind einzelne Wanderwege Forst- und Ortsverbindungsstraßen wegen der Lawinengefahr gesperrt. Im Kleinwalsertal war am Freitagnachmittag eine vorsorgliche Sprengung geplant. Laut Lawinenwarndienst wird die Lage im Allgäu weiter angespannt bleiben.

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