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Verkaufsverbot von Silvesterkrachern sorgt für bessere Luft | BR24

© pa/dpa Sven Hoppe

Menschenleerer Marienplatz in der Silvesternacht

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    Verkaufsverbot von Silvesterkrachern sorgt für bessere Luft

    Das Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern und das Böllerverbot in vielen Innenstädten hat in ganz Bayern nicht nur für ein stilleres Silvester gesorgt - sondern auch für bessere Luft.

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    • BR24 Redaktion

    Viele bunte Feuerwerke - und darunter eine dicke, graue Wolke aus Feinstaub: Das war die Aussicht vom Olympiaturm in München in den letzten Jahren an Silvester. In diesem Jahr waren zwar auch Raketen zu sehen, aber deutlich weniger als sonst. Und das hat Folgen:

    Feinstaubbelastung am Neujahrstag ist deutlich geringer als sonst

    Während sonst die Feinstaubwerte vor allem in den bayerischen Städten am gesamten Neujahrstag um ein Vielfaches über dem Grenzwert lagen, sind sie heute meist deutlich darunter. So waren beispielsweise am Stachus in München heute morgen rund 25 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft messbar. Zum Vergleich: Heute vor einem Jahr waren es über den Tag gemittelt rund 180 Mikrogramm.

    Deutsche Umwelthilfe hofft auf langfristiges Böllerverbot

    Die gute Luft freut heute nicht nur Neujahrsspaziergänger, sondern auch die Deutsche Umwelthilfe. Sie fordert seit langem ein Verbot von privaten Silvesterfeuerwerken. Die Luftbelastung sei Ursache für eine Vielzahl von Krankheiten, insbesondere Atemwegserkrankungen. Dies "wirkt sich in Zeiten von Corona besonders negativ aus, denn auch das Virus greift die Atemwege an", heißt es vom Verein. Private Feuerwerke zur Silvesternacht verursachten Tonnen an unnötigem Abfall, verschmutzten die Luft und seien für Tiere ein Albtraum. Das diesjährige Verkaufsverbot von Pyrotechnik sei eine Chance für neue Silvesterbräuche. Auch der Umweltverein Grüne Liga in Berlin hofft auf ein langfristiges Böllerverbot, mindestens aber fürs Jahr 2021.

    Feuerwerkskörper verursachen 2050 Tonnen Feinstaub jährlich

    Laut Umweltbundesamt werden jährlich rund 2050 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, etwa 75 Prozent davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa einem Prozent der gesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland.

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