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Schlägerei in Nürnberg: Polizei wertet Handys aus | BR24

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Massenschlägerei in Nürnberg verhindert

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Schlägerei in Nürnberg: Polizei wertet Handys aus

40 Jugendliche haben sich gestern Abend offenbar gezielt zu einer Schlägerei verabredet. Nach Angaben der Polizeidirektion Mittelfranken, wertet die Polizei derzeit ihre Handydaten und Chats aus.

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Von
  • Ursula Schmidt

Bisher hätten die Jugendlichen, einige von ihnen mit Migrationshintergrund, keine Angaben zu den Hintergründen der Massenschlägerei gemacht. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren hatten sich gestern Abend auf einem Supermarktparkplatz im Nürnberger Westen getroffen. Anwohner und Passanten alarmierten die Polizei, weil die Kontrahenten unter anderem mit Eisenstangen aufeinander eingeprügelt haben sollen.

Videoüberwachung half bei Ermittlungen

Als die Beamten eintrafen, flüchteten einige der jungen Leute Richtung Fürth, die anderen wurden von den Beamten verwarnt und erhielten einen Platzverweis. Nach Angaben von Stefan Bauer, habe man die Jugendlichen weiter „im Auge“ behalten. Per Videoüberwachung hätten die Beamten die Gruppe sowohl im Fürther als auch im Nürnberger Stadtgebiet verfolgt.

Massenschlägerei geplant

Gut zwei Stunden später traf sich dieselbe Gruppe am Hauptbahnhof – erneut, um sich zu prügeln. Die Polizei schritt mit einem größeren Aufgebot ein und verhinderte die geplante Massenschlägerei. Gegenüber dem BR erklärte Polizeisprecher Bauer, es sei augenscheinlich nicht zur Umsetzung der geplanten Taten gekommen. Trotzdem gab es einen Verletzten. Als die Jugendlichen ihre Ausweise vorzeigen sollten, habe ein 16-Jähriger einem Beamten mit der Faust gegen den Kopf geschlagen. Der 29-Jährige Polizist sei dabei leicht verletzt worden.

Elf Jugendliche verbrachten die Nacht in der Zelle

Elf, nach Angaben der Polizei „unbelehrbare und uneinsichtige“ Burschen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht in einer Zelle verbringen. Der Rest wurde noch am Abend von den Eltern auf der Wache abgeholt. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und Landfriedensbruchs ein.