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Verhandlungen über Arbeitsplätze und Werksschließungen | BR24

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Am Standort in Schweinfurt verhandeln am Freitag Unternehmensleitung, Betriebsrat von Schaeffler und Gewerkschaft über Arbeitsplatzverlagerungen und Werksschließungen. Es geht dabei um die Standorte Schweinfurt, Höchstadt, Eltmann und Wuppertal.

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Verhandlungen über Arbeitsplätze und Werksschließungen

Am Standort in Schweinfurt verhandeln am Freitag Unternehmensleitung, Betriebsrat von Schaeffler und Gewerkschaft über Arbeitsplatzverlagerungen und Werksschließungen. Es geht dabei um die Standorte Schweinfurt, Höchstadt, Eltmann und Wuppertal.

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  • Norbert Steiche

Am Schaeffler-Standort Schweinfurt verhandeln am Freitag Unternehmensleitung, Betriebsrat und IG Metall über geplante Arbeitsplatzverlagerungen bzw. Werksschließungen der Standorte Schweinfurt, Höchstadt, Eltmann und Wuppertal. Um 11.30 Uhr wollen rund 50 Vertreter der Standorte Schweinfurt, Eltmann und Höchstadt vor dem Werk in Schweinfurt für den Erhalt der Arbeitsplätze demonstrieren und eine Resolution verlesen.

Standorte Eltmann und Wuppertal vor dem Aus

Wie Thomas Höhn, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall in Schweinfurt, auf Anfrage von BR24 sagte, will das Unternehmen vom Standort Schweinfurt zwischen 1.000 und 1.200 Arbeitsplätze und vom Standort Höchstadt rund 400 Arbeitsplätze verlagern. Der Standort Wuppertal soll geschlossen werden. Teile der knapp 700 Arbeitsplätzen sollen nach Schweinfurt verlagert werden. Der Standort Eltmann soll ebenfalls geschlossen werden. Dort sind laut dem Unternehmen noch gut 400 Mitarbeitern beschäftigt. Knapp 250 sollen laut IG Metall künftig in Schweinfurt arbeiten können. Für die übrigen gibt es laut Höhn noch keinen Plan.

Dramatische Auswirkungen auf Standort Schweinfurt

Laut Jürgen Schenk, dem Schaeffler-Betriebsratsvorsitzenden in Schweinfurt, geht es aber auch um Verlagerungsprojekte nach Indien, China und Rumänien. Die IG Metall hat das "Info-Institut“ mit einer Studie beauftragt, die alle Auswirkungen aufzeigen sollten. Wie Thomas Höhn gegenüber BR24 sagte, seien auf dieser Grundlage die Auswirkungen für den Standort Schweinfurt "viel dramatischer als vom Arbeitgeber dargestellt.“ Trotz Arbeitsplatzzugewinnen von anderen Standorten würden laut Höhn von den momentan laut Unternehmen knapp 4.900 Arbeitsplätzen in Schweinfurt knapp 500 wegfallen. Der Arbeitgeber würde laut Höhn eine Arbeitsplatzverlagerung von knapp 400 sehen.

Gegenvorschlag der Gewerkschaft

Die IG Metall hatte laut Höhn einen Alternativvorschlag vorgelegt. Der würde so aussehen, dass der Standort Wuppertal mit der Wiederaufbereitung von Kugellagern erhalten würde. Der Standort Eltmann sollte als Kompetenzzentrum für Kugellager aufgewertet und der Standort Höchstadt soll mit dem Schwerpunkt Werkzeugbau gestärkt werden. Für den Standort Schweinfurt fordert die IG Metall, dass hier Zukunftstechnologien wie beispielsweise Wasserstofftechnik geschaffen werden und von Teilen der Verlagerungen abgesehen werden soll.

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