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Vergewaltigungsprozess in Augsburg: Zwei Afghanen verurteilt | BR24

© BR / Andreas Herz

Das Urteil gegen die Angeklagten aus Afghanistan: Geldstrafen sowie Gefängnis und Bewährung.

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Vergewaltigungsprozess in Augsburg: Zwei Afghanen verurteilt

Erst unter Drogen gesetzt, dann vergewaltigt: Für diese Vergehen an einer 15-Jährigen muss ein junger Mann aus Afghanistan hinter Gitter. Das Amtsgericht Augsburg hat zwei der drei Angeklagten verurteilt, nachdem sie ein Geständnis abgelegt hatten.

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Im Augsburger Vergewaltigungsprozess sind am späten Nachmittag die Urteile gefallen: Einer der angeklagten Afghanen muss für zwei Jahre und drei Monate hinter Gitter. Er hatte gestanden, ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Der zweite Mann bekam rund zwei Jahre auf Bewährung. Er hatte sich der Beihilfe schuldig bekannt. Beide müssen zudem eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen.

Opfer muss nicht aussagen

Mit ihren Geständnissen hatten sie dem 15-jährigen Opfer eine Aussage vor Gericht erspart. Ein dritter Angeklagter hatte sich nicht auf den Deal mit der Staatsanwaltschaft eingelassen, die bei einem Geständnis eine Strafmilderung in Aussicht gestellt hatte. Sein Verfahren wird nun separat verhandelt.

Fünf Afghanen unter Verdacht: Weiterer Prozess

Der Vorwurf: Die drei Afghanen haben im Juli 2018 ein 15-jähriges Mädchen in einer Augsburger Asylbewerberunterkunft zunächst mit Drogen gefügig gemacht. Zwei von ihnen sollen sie dann vergewaltigt haben. Passanten hatten die 15-Jährige später im Augsburger Stadtteil Lechhausen völlig hilflos gefunden. Wegen ihres Zustandes wurde sie in eine Klinik gebracht. Dort stellten die Ärzte fest, dass sie missbraucht worden war. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich dann Hinweise auf einen weiteren Fall, bei dem sich zwei andere Afghanen an der 15-Jährigen vergangen haben sollen. Darüber wird in einem gesonderten Prozess verhandelt.

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Im Augsburger Vergewaltigungsprozess haben zwei der drei angeklagten Afghanen ein Geständnis abgelegt.