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Vergewaltigungsprozess gegen 31-jährigen Würzburger geht weiter | BR24

© BR/ Pirmin Breninek

Ein 31-jähriger Würzburger steht unter anderem wegen Vergewaltigung vor Gericht.

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    Vergewaltigungsprozess gegen 31-jährigen Würzburger geht weiter

    Das Landgericht Würzburg nimmt den Prozess gegen einen 31 Jahre alten Würzburger wieder auf. Schon einmal hatte das Gericht gegen den Mann unter anderem wegen Vergewaltigung verhandelt. Doch dann meldeten sich weitere mögliche Opfer.

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    Von
    • Pirmin Breninek

    Bereits Ende Juni 2020 hatte der Prozess begonnen. In mindestens drei Fällen werfen Frauen einem 31-Jährigen aus Würzburg Vergewaltigung vor. Außerdem soll der Beschuldigte in mindestens zehn Fällen Frauen heimlich gefilmt haben, als er mit ihnen Sex hatte. Im August wurde die Verhandlung dann unterbrochen. Der Grund: Im Verlauf des Prozesses hatten sich weitere mutmaßliche Opfer bei den Ermittlern gemeldet.

    Staatsanwaltschaft wirft Angeklagtem weitere Vergehen vor

    Insgesamt sollen nun fünf weitere "vergleichbare" Vorfälle zur Anklage kommen, heißt es von einem Gerichtssprecher. Nähere Details dazu sind bislang nicht bekannt.

    Bereits zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte gestanden, mehrere Frauen gefilmt zu haben, als er einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit ihnen hatte. "Ich habe mir lange Gedanken darübergemacht, aber es war mir nicht bewusst, was ich da getan habe. Ich habe nicht mal gewusst, dass es eine Straftat ist", sagte der damals 30-Jährige.

    Die Vergewaltigungsvorwürfe, wie sie ihm die Staatsanwaltschaft zur Last legt, hatte er jedoch bestritten. Es habe sich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehandelt.

    Vorwurf: Vergewaltigung 2018 in Würzburger Ringpark

    Zu einer besonders schweren Vergewaltigung soll es im Juli 2018 im Würzburger Ringpark gekommen sein. Auf dem gemeinsamen Heimweg von einer Bar soll der Angeklagte seine Begleiterin zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Er habe sein Opfer zudem geschlagen und über eine Minute lang heftig gewürgt, so die Anklage. Zufällig vorbeikommende Zeugen störten den Mann und setzten einen Notruf ab. Der Angeklagte soll dann einer Zeugin ins Gesicht geschlagen haben und geflüchtet sein. Wenig später konnte er festgenommen werden.

    Prozess wird wegen Corona in Festhalle ausgelagert

    Da der Angeklagte als Kampfsportler aktiv war, wird der Prozess im Volksmund häufig auch als "Kickboxer-Prozess" bezeichnet. Das Landgericht hat die Verhandlung zum Gut Wöllried ausgelagert. Normalerweise finden dort in Rottendorf bei Würzburg Veranstaltungen statt. Nun nutzt das Gericht das Gebäude erneut, um aus Corona-Schutzgründen ausreichende Abstände zwischen den Personen im Saal sicherstellen zu können.

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