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Auf der Pressekonferenz der Polizei
© BR-Studio Franken

Autoren

Rainer Aul
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Auf der Pressekonferenz der Polizei

Nach der Festnahme eines dringend Tatverdächtigen hat die Polizei in einer Pressekonferenz weitere Details zum Fall der Vergewaltigung am 3. November im Fürther Pegnitzgrund bekanntgegeben. Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um einen 37 Jahre alten, in Fürth geborenen Mann türkischer Nationalität.

Treffer in der DNA-Datenbank

Er sei vom Opfer und einer zweiten Person wiedererkannt worden, sagte Philip Engl von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth auf der Pressekonferenz. Außerdem wurde DNA des mutmaßlichen Täters sichergestellt, die zu einem eindeutigen Treffer in der Datenbank führte. Der Mann hat die Anwesenheit am Tatort eingeräumt, nicht aber, für die Vergewaltigung verantwortlich zu sein.

Tatsächlich ist der Festgenommene kein Unbekannter für die Justiz und erheblich vorbestraft – allerdings nicht wegen Sexualdelikten, sondern wegen Betäubungsmittel- und Gewalttaten. Zuletzt saß er bis Juni 2018 im Gefängnis. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Engl ist der Mann ausreisepflichtig, die Abschiebung sei derzeit allerdings ausgesetzt.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Nach Angaben der Polizei hatten die Ermittler nach der Veröffentlichung eines Zeugenaufrufs mehrere Hinweise erhalten, die zur Identifikation des Mannes geführt haben. Der 37-Jährige wurde daraufhin am Mittwochabend (07.11.18) in der Wohnung eines Bekannten festgenommen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung konnten darüber hinaus Beweismittel sichergestellt werden. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, da noch Fragen zu den Einzelheiten der Tat bestehen, so Engl weiter.

"Besonders perfide Tat"

Polizeipräsident Roman Fertinger sprach auf der Pressekonferenz von einem durchaus ungewöhnlichen Fall, da die Vergewaltigung überfallartig stattfand und die Frau offenbar zufällig Opfer der Tat wurde. Ein Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall mit zwei Tätern, der sich im vergangenen August in Nürnberg ereignet hat, werde weiter geprüft. Das Opfer der "besonders perfiden Tat" steht unter polizeilicher Betreuung, so Fertinger weiter.

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Rainer Aul

Sendung

Regionalnachrichten Franken vom 09.11.2018 - 12:00 Uhr