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Vergewaltigung einer Radfahrerin in Regensburg: Erste Hinweise | BR24

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Nach der Vergewaltigung einer Radfahrerin im Regensburger Donaupark sind erste Hinweise auf den möglichen Täter bei der Polizei eingegangen. Außerdem erklärte die Polizei wie man sich in Situationen, in denen man sich unwohl fühlt, verhalten könne.

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Vergewaltigung einer Radfahrerin in Regensburg: Erste Hinweise

Nach der Vergewaltigung einer Radfahrerin im Regensburger Donaupark sind erste Hinweise auf den möglichen Täter bei der Polizei eingegangen. Außerdem erklärte die Polizei, wie man sich in Situationen, in denen man sich unwohl fühlt, verhalten könne.

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Am Montagabend gegen 21 Uhr ist eine Radfahrerin im Donaupark im Regensburger Westen mit einer Schusswaffe bedroht und vergewaltigt worden. Bei dem Mann handelt es sich möglicherweise um einen Serientäter, nach dem immer noch gefahndet wird. Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise. Über Nacht sind laut Polizeisprecher Florian Beck schon vereinzelt Hinweise eingegangen. Diese werden aktuell noch von Ermittlern abgearbeitet.

Ähnliche Fälle vor wenigen Tagen

Das 27-jährige Opfer beschreibt den Täter als dunkelhäutig, schlank, um die 1,70 groß. Er spricht gebrochenes Deutsch und ist etwa 20 bis 35 Jahre alt.

Schon letzte Woche war es in Regensburg zu einem ähnlichen Fall gekommen. Auch hier wurden zwei junge Frauen von einem unbekannten Fahrradfahrer mit einer Waffe bedroht. Zu einer Vergewaltigung kam es dabei aber nicht.

Unsicherheit in Regensburg

Erst in diesem Jahr hat eine Umfrage ergeben: 87 Prozent der Regensburgerinnen fühlen sich sicher in Regensburg. Bis jetzt. Die Regensburgerinnen zeigten sich bei einer BR-Umfrage am Tatort Donaupark besorgt. Man fühle sich als Frau unwohl und eingeschränkt, so eine junge Frau. Auch vermeide sie dunkle Wege abseits der Straßen. Alle befragten Frauen sagten, sie würden jetzt nicht mehr in Parks gehen, sobald es dunkel wird.

Wie verhalte ich mich, wenn ich mich bedroht fühle?

Polizeisprecher Florian Beck empfiehlt allen Frauen, die nachts unterwegs sind und sich unwohl fühlen, die "Drei L-Regel" – Lärm, Licht, Leute. Wer Opfer eines Angriffs werde, solle "Lärm machen", zum Beispiel laut schreien oder Schrillalarme einsetzen. Auch solle man sich gerade nachts hauptsächlich an hellen Plätzen aufhalten und dunkle Orte, sowie einsame Gassen meiden.

Polizeipräsenz in der Stadt erhöht

Die Polizei Oberpfalz hat ihre Präsenz in der Stadt erheblich erhöht. Sie bekommt sogar Unterstützung von der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Zahl der Sexualdelikte hat abgenommen

Grundsätzlich gibt Polizeisprecher Florian Beck aber Entwarnung. Die Zahl der Sexualdelikte in der Oberpfalz habe im letzten Jahr abgenommen. So gab es 630 Delikte, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht, so Beck. Davon waren 75 Fälle eine Vergewaltigung. In vier von fünf Fällen kenne das Opfer den Täter. Die Vergewaltigung auf offener Straße durch einen Unbekannten käme ausgesprochen selten vor.

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