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Bildrechte: IDEA/Romy Schneider

"Verfolgte Christen brauchen Hilfe" - so das Motto einer Kundgebung, bei der heute mehr als 200 Menschen in Nürnberg für die Religionsfreiheit demonstrierten.

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"Verfolgte Christen brauchen Hilfe": Kundgebung in Nürnberg

Christen sind laut dem Hilfswerk "Open Doors" weltweit die meist Verfolgten aller Religionen. Für sie – aber auch für alle anderen Menschen, die aufgrund ihrer Religion verfolgt werden – versammelten sich heute mehr als 200 Menschen in Nürnberg.

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Von
  • Nicolas Eberlein

Unter dem Motto "Verfolgte Christen brauchen Hilfe" haben heute Nachmittag (17.07.21, 13.30 Uhr) mehr als 200 Menschen in Nürnberg für die Religionsfreiheit demonstriert. Bereits zum achten Mal veranstaltete die Evangelische Allianz Nürnberg die Kundgebung für Religionsfreiheit an der Gedenkstätte "Straße der Menschenrechte", so Werner Freder, Sprecher der Allianz im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

"Wir müssen immer wieder für die Religionsfreiheit auf die Straße gehen." Werner Freder, Evangelische Allianz Nürnberg

Laut dem Hilfswerk "Open Doors" sind Christen weltweit die meist Verfolgten beziehungsweise Bedrängten aller Religionen. Dennoch sei es Freder zufolge auch eine Veranstaltung gegen Antisemitismus und jegliche Art religiöser Diskriminierung.

Verfolgte Iraker berichten von ihrem Schicksal

Zum ersten Mal war Werner Freder zufolge auch ein Oberbürgermeister bei einer ihrer Veranstaltungen vor Ort. Nürnbergs Stadtoberhaupt Marcus König (CSU) beteiligte sich an der Kundgebung mit einem Redebeitrag und bezog klar Stellung für die Religionsfreiheit. Das Highlight sei Freder zufolge aber der Besuch zweier Betroffener gewesen: So wurden zwei irakische Christen eingeladen, die trotz der Gefahr für ihre eigene Person von ihrem Schicksal der Verfolgung und ihrer Erlebnisse erzählten. Das sei für alle Teilnehmenden immer der spannendste Teil der Kundgebungen und auch heute war es "sehr sehr bewegend", so Freder.

Forderung an China: Lasst inhaftierte Christen frei

Im Haus des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM), das sich nahe des Demonstrationsplatzes befindet, konnten sich Interessierte an einer "Schreibwerkstatt" beteiligen: Jeden Monat bestimmt die internationale Gesellschaft für Menschenrechte und die evangelische Nachrichtenagentur "IDEA" einen "Gefangenen des Monats". Im Juli ist es der christliche Chinese Zhang Chunlei, der in seinem Heimatland derzeit inhaftiert ist.

Bei der "Schreibwerkstatt" konnten sich die Menschen Unterlagen abholen, um Zuhause einen Brief an die chinesische Botschaft zu schreiben – mit der Forderung nach der Freilassung Zhang Chunleis. Werner Freder bedauert, dass aufgrund der Corona-Maßnahmen die Briefe selbst verschickt werden müssen, bei früheren konnten die Briefschreiber das gemeinsam vor Ort tun.

Die Kundgebung hätte bereits im Januar stattfinden sollen. Aufgrund der Pandemie wurde sie aber in den Juli geschoben. Trotz der Beschränkungen und des wechselhaften Wetters zeigten sich die Organisatoren sehr zufrieden mit der Veranstaltung.

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